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Auf zur Berlinale! : Flensburger Kurzfilmer träumen vom Ruhm

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„99 Fire“: Fünfköpfige Filmcrew zum zweiten Mal beim größten Kurzfilmwettbewerb der Welt nominiert

Sie sind dabei, sie sind tatsächlich dabei! Zwei Flensburger Filmcrews dürfen ihre eigene Filmproduktion bei der Berlinale zeigen. Die Flensburger Hobby-Filmcrew „Horizone Media“ zeigt ihren Streifen „A post-apocalyptic Lovestory“ beim Kurzfilm-Wettbewerb „99 Fire“ während der Berlinale. Und die zwölf-köpfige Gruppe um Hendrik Kiewitt (19), deren Mitglieder sich in der Hochschule Flensburg kennen gelernt haben und Medieninformatik im ersten Semester studieren, gehen mit „What A Mais Day“ ins Rennen.

Am Donnerstag erfahren die Flensburger Filmemacher, wie sie abgeschnitten haben. Immerhin gehören sie damit zu den letzten 99 Kurzfilmen und den Streifen von insgesamt 3700 Teilnehmern – „Horizone Media“ schon zum zweiten Mal.

„Unsere kleine Hobby-Filmcrew hat den Namen „Horizone Media“ und ist so im Web präsent“, sagen der Regisseur Reinhold Hansen (20) und sein Freund und Schauspieler Benjamin Bajramovic. Beide haben letztes Jahr gemeinsam ihr Abitur an der KTS gemacht. Es ist nicht der erste Kurzfilm-Wettbewerb, an dem die Crew teilnimmt. Den ersten Preis holte sie beim Jugend-Film-Preis. Diese Leidenschaft brachte das Team in der 11. Klasse zusammen, als sie ihren ersten großen elfminütigen Kurzfilm drehten. Später waren sie beim „schnellsten Filmwettbewerb in Schleswig-Holstein“ dabei, bei dem nur 48 Stunden Zeit für einen Kurzfilm bleiben.

Zum Flensburger Team, das bei „99 Fire“ einsteigt, gehören neben Reinhold Hansen und Benjamin Bajramovic noch Jan Friedrichsen, Luca Maria Prey sowie Morris Petersen – alle aus Flensburg.

„A post-apocalyptic Lovestory“ – worum geht’s? Nach einem großen Krieg finden zwei einsame Seelen, die durch eine raue Welt voneinander getrennt sind, eine kreative Lösung, um den post-apokalyptischen Alltag zu verschönern“, lautet die Beschreibung zum Kurzfilm.

Die Flensburger Filmemacher hatten schon eine Filmidee, bevor sie die Vorgaben kannten und damit der Startschuss zum Dreh fiel. Die Vorgabe: eine Alltagssituation darstellen, in der auf kreative Weise ein Problem überwunden werden muss. Das Thema hieß: „Da gibt’s doch was...“ und zusätzlich dazu sollte ein Doppelgänger dargestellt werden. Und dann hatten die Macher, das gibt der Wettbewerb vor, 99 Stunden Zeit für den Dreh.

Die Fähigkeiten, die sie beim schnellsten Kurzfilm Schleswig-Holstein erarbeiteten, halfen ihnen, mit dem Zeitdruck beim 99Fire-Wettbewerb umzugehen. „Denn dieser Wettbewerb ist die nächste Stufe“, so der Regisseur Reinhold Hansen über ihren nominierten Film „A post-apocalyptic Lovestory.“

Dann ging es noch um die Requisiten, das Setting und das schauspielerische Können von Luca Maria Prey und Benjamin Bajramovic. Um Technik und Ton kümmerte sich Morris Petersen. Dabei steckte das Team sehr viel Zeit und Aufwand in das Setting und die Requisiten, um diese Fantasy-Welt zu schaffen. Das zahlte sich aus durch den Platz unter den Top 99 in Berlin.

„Wir stechen durch das Setting heraus“, glauben Reinhold Hansen und Benjamin Bajramovic. Die Jury ist unter anderem mit Mads Mikkelsen und Kai Wiesinger besetzt. „Wenn ein Mads Mikkelsen unseren Film anschaut, ist das schon etwas Besonderes“, sagt Reinhold Hansen. Aber nicht nur die Jury spielt eine entscheidende Rolle, sondern auch das Publikumsvoting, das bis Montag lief.

Morgen Abend geht es also zu der Kurzfilmpreisverleihung im Rahmen der Berlinale. Eines kann Reinhold Hansen und seinem Co-Regisseur Jan Friedrichsen dann niemand mehr nehmen: Sie dürfen einmal über den roten Teppich gehen.

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erstellt am 15.Feb.2017 | 10:00 Uhr

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