Albig: „Sie wird uns fehlen“ : Flensburger Künstlerin Elsbeth Arlt ist tot

Die Künstlerin Elsbeth Arlt ist nach längerer Krankheit gestorben.
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Die Künstlerin Elsbeth Arlt ist nach längerer Krankheit gestorben.

Kulturministerin Anke Spoorendonk und Ministerpräsident Torsten Albig zeigen sich vom Tod der Kunstpreisträgerin Elsbeth Arlt tief erschüttert. Schleswig-Holstein verliere eine seiner bedeutendsten Kulturschaffenden.

shz.de von
20. Juli 2015, 13:12 Uhr

Kiel/Flensburg | „Manche leuchten, wenn man sie liest“: An der Fassade der Universitätsbibliothek Kiel begrüßt dieser Ausspruch des französischen Schriftstellers André Gide die Studierenden seit dem Neubau 2002 in leuchtenden Lettern. Die Installation ist eines der bekanntesten Kunstwerke, die die 1948 geborene Künstlerin Elsbeth Arlt in Schleswig-Holstein hinterlässt. Am Freitag starb die Flensburgerin nach längerer Krankheit. 2012 wurde sie mit dem Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein geehrt.

Foto: Land Schleswig-Holstein

Bekannt wurde Arlt durch ihr Schaffen im unverwechselbaren Umgang mit Sprache und Bild, mit Schrift und Malerei. Ihre Gemälde und künstlerisch bearbeiteten Bücher wurden durch Ausstellungen, unter anderem in der Kieler Kunsthalle, auf dem Museumsberg Flensburg sowie vielen weiteren Instituten einem breiten Publikum bekannt. Mit Hingabe arbeitete sie zuletzt an der Gestaltung des aktuellen Covers für das Plattenlabel Edition Longplay. Herausgeber Rainer Haarmann, von 1991 bis 2011 künstlerischer Leiter von JazzBaltica, trauert um eine gute Freundin. Der Cover-Art-Titel für die am 24.Juli veröffentlichte LP mit Musik des New Yorker Gitarristen Romero Lubambo lautet „Close Your Eyes“.

Zum Tode der 1948 in Kiel geborenen Flensburger Künstlerin erklärten Ministerpräsident Torsten Albig und Kulturministerin Anke Spoorendonk für die Landesregierung: „Der Tod von Elsbeth Arlt hat uns tief erschüttert. Wir verlieren mit der Kunstpreisträgerin des Jahres 2012 eine Persönlichkeit, die das kulturelle Leben unseres Landes über Jahrzehnte geprägt hat.“ Mit ihren künstlerischen Arbeiten habe sie den Nerv der Gesellschaft getroffen und auf das Wesentliche aufmerksam gemacht.

„Sie war eine kluge Künstlerin, die mit ihren Werken Spielraum für den Geist geschaffen hat. Dabei hat sie vielfach unser eingefahrenes Denken auf die Probe gestellt und unseren Blick geöffnet“, sagte Spoorendonk. Elsbeth Arlt sei eine im besten Sinne engagierte Künstlerin gewesen, die den Mut zur kritischen Auseinandersetzung von ihrem Publikum abverlangt habe.

„Elsbeth Arlt wird uns fehlen. Wir verneigen uns vor einer herausragenden Persönlichkeit und einer starken Frau. Unsere Gedanken sind bei ihrem Mann und ihrer Familie“, so Albig.

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