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Auswärtsspiel : Flensburger Doppelspitze in Marburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jochen A. Werner und Holger Thiemann stehen an der Spitze des Universitätsklinikums in Marburg an der Lahn

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2013 | 07:31 Uhr

Der eine besuchte das Fördegymnasium, der andere ging zum Alten Gym und zur AVS. In Flensburg trafen sie sich nie, aber in Marburg leiten sie jetzt gemeinsam das dortige Universitätsklinikum: Prof. Jochen A. Werner als Ärztlicher Direktor und Dr. Holger Thiemann als Kaufmännischer Geschäftsführer. An der Lahn pflegen sie ihre gemeinsame Leidenschaft für die ferne Stadt an der Förde.

„Flensburg – das ist eine Perle da oben!“, begeistert sich Jochen Werner für seine alte Heimatstadt. Auch Holger Thiemann lobt die Aufenthaltsqualität, den Zugang zum Wasser, den es jetzt an vielen Stellen gibt, die Entwicklung des Hafens, das Wohnquartier Sonwik. Da seine Eltern hier leben, kommt er relativ regelmäßig nach Flensburg, war auch in diesem Jahr zu Weihnachten im Norden. Jochen Werner kennt die musikalischen Botschafter der Stadt, die bis nach Mittelhessen reichen. „Santiano, na klar, die höre ich ganz gern.“ Aber auch Rasmus Hoffmeister, den Kandidaten bei The Voice of Germany, hat er wahrgenommen. „Toll, was sich da in Flensburg entwickelt“, sagt Werner, der selbst Musik macht.

Beide vermissen hin und wieder den Norden, v or allem die Förde und die Lage der Stadt am Wasser. „Wir wohnen in Koblenz zwar am Rhein, aber das ist natürlich kein Ersatz“, sagt Holger Thiemann, der sich gern an eine Tour mit dem Motorrad zur Halbinsel Holnis erinnert: „Da habe ich mich oben auf der Steilküste ins Gras gelegt – wunderbar!“

Als erfolgreicher Arzt und Klinik-Direktor schaut Werner auf eine vergleichsweise holprige Schulkarriere zurück. Am Alten Gymnasium klappte es nicht so, „deshalb bin ich zur AVS gewechselt. Insgesamt bin ich drei Mal sitzen geblieben! Mein Motto war: Es ist nie vorbei!“ Sehr gute Erinnerungen hat er an seine früheren Lehrer Knut Franck und Wilfried Tetens, die sich sehr für ihn eingesetzt haben. „Das waren tolle Lehrer! Auch Herr Bock gehörte dazu.“ Thiemann erwähnt Meinhard Scholz als einen Pädagogen, der sich sehr engagiert um die Schüler am Fördegym gekümmert habe. Nach dem Abitur 1979 war er Zivi an der Diako, bevor er mit dem Studium begann. Thiemann war aktiv im Jugendzentrum der Christuskirche, „da gab es einen linken evangelischen Kreis“ um Pastor Möbius.

Werner war im Sport zu Hause, war Torwart in der Jugend bei FTB, später beim TSB. „Wir haben die höchste Spielklasse erreicht, die es damals gab.“ Seine zweite Leidenschaft war das Angeln, er war Mitglied im Verein Petri Heil. „1973 habe ich einen großen Hecht aus dem Havetofter See geholt, da berichtete sogar die Zeitung drüber.“

Als Klinikleiter haben die beiden Buten-Flensburger ein natürliches Interesse an der Entwicklung der Krankenhaus-Landschaft an der Förde. Der Verbund, den Diako und Franziskus vor wenigen Jahren eingegangen sind, ist für Werner „der Weg, der heute zu gehen ist“. Es mache keinen Sinn, sich gegenseitig Konkurrenz zu machen. Aus Thiemanns Sicht haben die beiden Häuser durch den Verbund an Stärke gewonnen. Jochen Werners Mutter war in beiden Krankenhäusern Patientin, und er hatte das Gefühl, „dass sie da gut aufgehoben war.“ Holger Thiemann und Jochen Werner sind fest entschlossen, an Lahn und Rhein weiter die Flensburger Fahne hoch zu halten.

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