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Mode aus Flensburg : Flensburger Designerin auf der Weltausstellung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Chiara Brodersen (23) entwirft Bekleidung für deutsches Team in Kasachstan

Mode als Beitrag zum Thema „Energie der Zukunft“. Das führt Chiara Brodersen im Juni zur Weltausstellung nach Kasachstan. Gemeinsam mit Uta Buschmann und Aminata Camara hat die Flensburgerin den Modedesign-Wettbewerb der renommierten Hamburger Akademie JAK gewonnen. Die von den drei Jung-Designerinnen entworfene Garderobe für die Direktion des Deutschen Pavillons auf der Expo 2017 in Astana hat die Jury nachhaltig überzeugt. „Wir sind wahnsinnig stolz darauf“, sagt die 23-Jährige. „Das ist schon eine große Ehre, Deutschland auf der Weltausstellung mit repräsentieren zu dürfen.“

Klassisch elegant, repräsentativ und dabei bequem – das zeichnet die Kollektion der jungen Modeschöpferinnen aus. Für die Entwürfe haben sich die Studentinnen des Fachs Modezeichnung zunächst intensiv mit dem Konzept des Expo-Pavillons, der unter dem Motto „Energy on Track“ die Energiewende „Made in Germany“ vorstellt, befasst. Inspiriert von den Rotorblättern hiesiger Windkraftanlagen entstanden so erste Skizzen, die spielerisch die Energielinien als ein gestalterisches Element in die Kleidung aufnehmen. „Wir haben uns gefühlt 24 Stunden am Tag damit beschäftigt“, erzählt Chiara Brodersen schmunzelnd. „Da ist auch immer ein gewisser Leidensprozess dabei, wenn die Ideen noch nicht richtig rauswollen.“

Die dreimonatige Arbeit hat sich mit dem Gewinn des Wettbewerbs und der damit verbundenen Einladung zur Expo auf jeden Fall gelohnt, ist aber noch längst nicht beendet. Aktuell befassen sich die Designerinnen mit der Auswahl der richtigen Stoffe und Materialien, die sowohl auf die heißen Sommertage in Kasachstan als auch die klimatisierten Räume im Deutschen Pavillon abgestimmt sein müssen. „Wir haben wochenlang gesucht, bei zahllosen Stoffproduzenten angerufen“, sagt Chiara Brodersen. Parallel dazu musste der Entwurf der Kollektion schnitttechnisch umgesetzt werden, bevor die Bekleidung in Produktion gehen kann. Für das perfekte Outfit werden kleine Accessoires nicht fehlen.

„Das ist wahnsinnig viel Arbeit, aber eine spannende Erfahrung“, sagt die Flensburgerin, die sich nach dem Abitur an der Waldorfschule mit ihrem Studium an der Akademie JAK einen Kindheitstraum erfüllt hat. „Mein Vater hat immer realistische Porträts gezeichnet, meine Mutter sehr viel genäht – und ich brenne dafür, beides miteinander zu verbinden und handwerklich zu arbeiten.“ An Ideen für die in vielen Nachtschichten an der Nähmaschine umgesetzten Entwürfe fehlt es der Studentin jedenfalls nicht. „Das kommt spontan. Ich habe immer einen Stift und einen Zettel in der Tasche“, sagt Chiara Brodersen. ˃ Auf der Modenschau der Akademie werden am Sonnabend, 22. April, um 20, 21.30 und 23 Uhr auch die Outfits für die Weltausstellung zu sehen sein. Tickets gibt es bei Eventim.


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