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Digitale Wirtschaft : Flensburger Barcamp 2017: Die jungen Netzwerker laden zur Unkonferenz

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ungewöhnliches Format, neue Impulse: Ende März findet das zweite Flensburger Barcamp statt.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2017 | 15:50 Uhr

Waren Sie schon einmal auf einer Unkonferenz? Wenn nicht – und wenn Sie dennoch interessiert sein sollten, müssen Sie sich beeilen: Genau um 12 Uhr haben die Organisatoren des zweiten Flensburger Barcamps (24./25. März im Technologiezentrum Lise-Meitner-Straße) am Donnerstag die Anmeldung zu der offenen Tagung von digitaler Wirtschaft, Medien, Technologie und Startups freigeschaltet – und zweieinhalb Stunden später waren für jeden der beiden Tage bereits rund 80 der jeweils 180 kostenlosen Tickets vergeben. Inzwischen gibt es für beide Tage schon eine Warteliste.

Wirtschaftsfördererin Barbara Asmussen und Wireg-Chef Michael Otten haben im vergangenen Jahr ihr erstes Barcamp im prall gefüllten Technologiezentrum erlebt. Beim gemeinsamen Frühstück könne jeder Teilnehmer für sein Thema werben, um es bei einer der dann folgenden Sessions zu behandeln: „Die Kunst besteht darin, in maximal einer Minute für das Thema, das man untergebracht haben möchte, möglichst viele zu begeistern“, sagt Otten. So diskutierte man beim ersten Barcamp zum Beispiel über Schleswig-Holsteins digitale Agenda, die regionale Vernetzung in Flensburg oder das digitale Nomaden-Dasein.

Neben den beiden Jungunternehmern von Sourceboot, Simon Hansen und Sebastian Müller, die die Barcamp-Idee nach Flensburg holten, sind auch Katja Carstensen und Dirk Wieland von Mac IT-Solutions weder dabei. Zum ersten Mal mit im Boot ist der Chaos-Treff Flensburg, der etwas von seinem Wissen um die technischen Möglichkeiten experimentell weitergeben möchte: „Wir werden unsere eigene Hacking Area im Barcamp aufbauen“, verspricht Thorben Dittmar vom Chaos-Treff Flensburg. Die Computerfreunde versprechen aber auch Angebote für den Anfänger: Wie löte ich? Wie programmiere ich?

Das erste Barcamp habe sehr stark zur Vernetzung von Gründern und Hochschulabsolventen aus der digitalen Branche beigetragen, sagt Sebastian Müller von der Firma Sourceboat. Der 29-Jährige selbst ist Hochschulabsolvent im Flensburger Campus, hat Angewandte Informatik studiert. Schon während des Barcamps 2016 war das Feedback der Teilnehmer positiv.

Wireg-Chef Otten erinnert daran, wie Flensburgs digitale Gründerszene sich fast unbemerkt in der Bundesliga etabliert hat: Beim „Digitalkompass“ 2016 des Prognos-Instituts rangierte Flensburg mit vier Sternen („sehr gute Chancen“) in Schleswig-Holstein ganz oben. Auf den Feldern IT und Kommunikation kommt Flensburg auf 2,49 Gründungen auf 10.000 Einwohner – Platz 15 unter allem Kreisen und kreisfreien Städten bundesweit.

Dirk Wieland von der Firma Mac IT-Solutions findet es faszinierend, welch ein Netzwerk in Flensburg in den zwölf Monaten seit dem ersten Barcamp entstanden sei. Der harte Kern treffe sich zum Beispiel einmal im Monat zum Camp-Montag, eine Art kleines Barcamp. Die Organisation sei heute kein Problem mehr. Und dank der gewonnenen Sponsoren müsse man fast nur noch über die Farbe der Barcamp-T-Shirts diskutieren, sagt Dirk Wieland. Zwar sei es für manche immer noch schwer, sich auf ein Format ohne feste Tagung einzulassen. Er ist sich aber sicher: „Jeder hat etwas mitzuteilen.“

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