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Handball Champions League : Flensburg zieht ins „Final4“ ein

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die SG Flensburg-Handewitt fährt zum „Final4“ nach Köln. Der 27:25 (10:15)-Sieg reichte nicht für Gegner Vardar Skopje.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 18:58 Uhr

Skopje | Erst der Pechvogel, am Ende der Held – Anders Eggert hat die SG Flensburg-Handewitt ins Endrunden-Turnier der Handball-Champions League geworfen. Obwohl der Linksaußen viereinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff noch mit einem Siebenmeter am überragenden Strahinja Milic im Tor von Vardar Skopje gescheitert war, trat der dänische Nationalspieler elf Sekunden vor dem Ende beim Stand von 24:27 erneut an, behielt trotz des ohrenbetäubenden Pfeifkonzerts der 7000 fanatischen Fans in der ausverkauften Boris-Trajkovski-Arena diesmal die Nerven und verwandelte sicher. Zwar stand unter dem Strich eine  25:27-Niederlage im Viertelfinal-Rückspiel, doch nach dem 24:22 im Hinspiel gaben die auswärts mehr erzielten Tore den Ausschlag zugunsten der Flensburger. „Das ist ein großer Erfolg für die junge Mannschaft“, strahlte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Und den hat sie sich mit einer großartigen kämpferischen Leistung verdient.“

Dabei hätte sich das Team von Ljubomir Vranjes dieses Herzschlagfinale im 200. Europacup-Spiel der SG-Vereinsgeschichte ersparen können. 18:12 hatten die Gäste nach 36 Minuten vorn gelegen, den Gegner jederzeit beherrscht und auch Vardar-Torhüter Peta Angelov, im Hinspiel noch der große Rückhalt der Mazedonier, nicht ins Spiel kommen lassen. Die Flensburger spielten vorn geduldig und ließen in der Defensive den mazedonischen Meister nicht zur Entfaltung kommen, obwohl Abwehrchef Tobias Karlsson schon nach 22 Minuten zwei Zeitstrafen erhalten hatte. Vor allem Igor Karacic, im Hinspiel der entscheidende Akteur im Vardar-Angriff, hatten die Flensburger sicher im Griff.

Doch als Ljubomir Vranjes seinem Spielmacher Thomas Mogensen in einer Auszeit beim 18:15 (39. Minute) eine Verschnaufpause verordnete und dafür Drasko Nenadic brachte, ging plötzlich der Faden verloren. Fehlpässe, schlechte Abschüsse gegen den starken Milic und die Vardar-Fans, die ihr Team 60 Minuten nach vorn peitschten, brachten die Gastgeber zurück ins Spiel. Nach 45 Minuten stand es 19:19, nach 50 Minuten 22:20 und nach 53 Minuten 24:20. Flensburg schien so gut wie raus, zumal Eggert beim 21:25 vom Siebenmeterpunkt mit einem Heber am Zwei-Meter-Riesen Milic scheiterte.

Doch auch nach dem 23:27 durch Brumen in der 59. Minute steckte der deutsche Vizemeister nicht auf. Denn nach einer bösen Attacke gegen Holger Glandorf musste Mikhail Chipurin auf die Strafbank – Überzahl für die SG in den letzten 82 Sekunden. Glandorf erzielte das 24:27, Markovic verwarf auf der Gegenseite. Und dann traf Eggert. Der Rest nach dem parierten finalen Wurf von Rasmussen war nur noch Jubel.

Vardar Skopje: Angelov, Malumbres (ab 22. Min.), Milic (ab 31. Min.) – Nedanovski, Pribak (3), Toskic (1), Rakovic (1), Markovic (2), Karacic (2/2), Dujshebaev (4), Abutovic, Lazarov (1), Dibirov (3/1), Brumen (7/3), Chipurin (3).

SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Rasmussen (ab 53. Min.)  – Karlsson, Nendaic, Eggert (7/5), Glandorf (4), Mogensen (1), Svan (2), Weinhold (3), Wanne, Heinl (1), Gustafsson, Gottfridsson (3), Bogunovic, Radivojevic, Knudsen (4).

Schiedsrichter: Lopez/Ramirez (Spanien).

Zeitstrafen: 3:3.– Siebenmeter: 6:7.

Zuschauer: 7000 (ausverkauft).

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