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Lange Nacht der Museen : Flensburg: Wenn der Tag zur Nacht wird

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die städtischen Museen veranstalten zum ersten Mal die „Lange Nacht der Museen“ in Flensburg. Die Aktiv-Busse bieten einen Shuttle-Service zwischen den Museen an.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2015 | 11:00 Uhr

Flensburg | Nacht und Dunkelheit – diese beiden Themen dominieren am kommenden Sonnabend die städtischen Museen. Dort steigt aber nicht etwa eine große Halloween-Party, sondern der Museumsberg, das Naturwissenschaftliche Museum und das Schifffahrtsmuseum öffnen ihre Türen zur „Langen Nacht der Museen“. Diese feiert in Flensburg ab 19 Uhr Premiere.

Die Museumsleiter Michael Fuhr (Museumsberg), Werner Barkemeyer (Naturwissenschaftliches Museum) und Thomas Overdick (Schifffahrtsmuseum) ein vielfältiges und umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Im Naturwissenschaftlichen Museum drehen sich zwei Führungen rund um das Thema Tiere. Die Besucher erfahren, welche Tiere nachtaktiv sind und wie sich in der Dunkelheit orientieren. Die Fortpflanzung von Tieren und Pflanzen und wie sich „Sex im Tierreich“ darstellt, wird anschließend erklärt. „Wenn die Vögel singen und die Blumen duften, zeigen sie damit, dass sie sich fortpflanzen möchten“, sagt Barkemeyer.

Auf dem Museumsberg ist ab 19 Uhr ein Feuerschlucker unterwegs, und Elke Mark zeigt eine Kunstperformance. Bei Kerzenlicht findet anschließend eine Lesung bei Kerzenlicht statt. Vorgelesen werden „Das ovale Portrait“ von Edgar Allan Poe und „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde. „Außerdem gibt es einen Flohmarkt mit Büchern oder Kunstwerken, die für das Museum nicht geeignet sind“, fügt Fuhr hinzu. Nach Ende der Veranstaltungen führt Nachtwächter Henrik Vestergaard die noch aktiven Nachteulen zum Schifffahrtsmuseum, das von Lichtwerker Peter Petersen angestrahlt wird.

Auch im Schifffahrtsmuseum hat man überlegt, welche Nacht-Themen für die Veranstaltung in Frage kommen. „Der Schiffs-Simulator ist in Betrieb und geht auf Nachtfahrt“, beschreibt Overdick eines der zahlreichen Angebote. Dort bekommen große und kleine Seeleute einen Einblick in den Alltag im Maschinenraum. Die Kunst der Astro-Navigation erklärt Kapitän Jürgen Müller-Cyran in einem Vortrag. Und Marco Petersen, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Schleswigschen Sammlung der Dänischen Zentralbibliothek, nimmt die Beziehung von deutscher und afrikanischer Musik während der Kolonialzeit in Südwestafrika unter die Lupe. Dazu gibt es afrikanisches Essen. Da auch der Rum irgendwie zur Schifffahrt gehört, hat das Museum auch daran gedacht und bietet am Sonnabend Rum-Führungen mit Probeschluck an. Und wenn Vestergaard mit seiner Truppe eintrifft, kommt die Gruppe „Papa Boye and the Relatives“ aus Ghana/Westafrika auf die Bühne.

 

Eintrittskarten gibt es für 10 Euro im Vorverkauf in den Museen oder am Veranstaltungstag für 12 Euro an der Abendkasse und in den Aktiv-Bussen. Diese bieten bis 23 Uhr zwischen den Museen einen Shuttle-Service an.

 

 

Das Programm:

 

Naturwissenschaftliches Museum

19 Uhr: Führung „Tiere der Nacht“

21 Uhr: Führung „Sex im Tierreich“

 

Museumsberg

19.30 Uhr: Führung „Nacht in der Kunst“

20 Uhr: Performance: Elke Mark

20.30 Uhr: Führung: „Sinnlichkeit und Fantasie Hans Christiansen

21 Uhr: Konzert von „Wesen“

22 Uhr und 22.30 Uhr: Lesung „Das ovale Portrait“ und „Das Bildnis des Dorian Gray“

23 Uhr: Nachtwächter-Geleit

 

Schifffahrtsmuseum

19.30 Uhr: Vortrag „Astro-Navigation“

20 und 21 Uhr: Rum-Führung

20.30 Uhr: Vortrag „Macht und Musik in Deutsch-Südwestafrika“

21.30 und 23.30 Uhr: Afrobeat-Party

22 Uhr und 23.30 Uhr: Konzert „Papa Boye and the Relatives“

 

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