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Restaurant Bellevue : Flensburg wartet auf den Beach-Club

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Auf dem Gelände des Beach-Clubs in Flensburg herrscht noch immer die Tristesse. Bekommt die insolvente Gaststätte Bellevue die Betriebserlaubnis? Darüber muss das Ordnungsamt entscheiden.

shz.de von
erstellt am 01.Mai.2013 | 11:02 Uhr

Flensburg | Sonne ist im Anflug, die Feiertage sind es auch. 1. Mai, Himmelfahrt Pfingsten. Was fehlt- Überraschung! - ist die Konzession. Wer annahm, dass es nach der Sondernutzungserlaubnis bis zur Betriebsgenehmigung für den diesjährigen Beach-Club nur noch ein kurzer Weg sei, hat sich gründlich getäuscht. Das Technische Betriebszentrum hatte als Vermieter der Fläche den Zuschlag im vollen Vertrauen auf die Konzessionsfähigkeit des erfolgreichen Bewerbers, das Restaurant Bellevue, erteilt. Das war vor gut einem Monat.

Die gaststättenrechtliche Erlaubnis, die vom Ordnungsamt vergeben wird, folgte jedoch nicht auf dem Fuße. Denn plötzlich wurde bekannt, dass das Bellevue zahlungsunfähig ist. "Danach gab es Irritationen", bedauert Insolvenzverwalter Ygglev Stintzing. Die hätten erst einmal ausgeräumt werden müssen. Derweil dümpelt das Grundstück an der Hafenspitze weiter vor sich hin. Tristesse pur statt praller Lebensfreude.

Stadt prüft Antrag

Als die Entscheidung über die Vergabe fiel, war dem TBZ nicht bekannt, dass das von ihm favorisierten Bellevue würde Insolvenz anmelden müssen. Die drei unterlegenen Kandidaten und Verteter der Politik hatten dennoch Ungereimtheiten und mangelnde Transparenz bei der Vergabe moniert. Die CDU-Ratsfraktion forderte die Verwaltung auf zu klären, wie sich die Insolvenz des auserkorenen Betreibers auf den geplanten Betrieb des Beach-Clubs auswirken werde. Ygglev Stintzing versucht zu beruhigen. "Alle Voraussetzungen sind gegeben. Das Konzept ist realisierbar, finanzielle Mittel und Ressourcen sind vorhanden." Entgegen anderslautender Vermutungen dürfe das Bellevue sehr wohl neues Personal einstellen. "Wir haben es hier", so der Rechtsanwalt, "schließlich mit einem laufenden Betrieb zu tun." Er setzt nun auf den Sommer. "Die Saison ist für das Bellevue bislang immer ertragreich verlaufen." Seine Aufgabe sei es, wirtschaftlich zu denken - und eben nicht, den Betrieb einfach abzuwickeln. In diesem Zusammenhang mache eine zügige Eröffnung der Open-Air-Gaststätte Sinn. Der Antrag auf Gestattung beim Ordnungsamt sei eingereicht worden. "Leider hat es einige Zeit gedauert, alle erforderlichen Unterlagen zusammenzutragen", so der Insolvenzverwalter. "Jetzt warten wir."

Besagter Antrag ist allerdings erst am letzten Freitag bei der Stadt eingegangen, wie Verwaltungssprecher Clemens Teschendorf bestätigte. Derzeit laufe eine Prüfung auf Verlässlichkeit des Antragstellers. Das Bellevue wird durch Geschäftsführer Kai Zimmer vertreten. Die Ordnungsamt will am Dienstag nach einer Abschlussbesprechung eine endgültige Entscheidung treffen. Hinter den Kulissen wird gemunkelt: Es sieht gut aus fürs Bellevue.

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