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Reaktion auf restriktive Asylpolitik Dänemarks : Flensburg: Unbekannte werfen Scheiben im Dänischen Konsulat ein

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Das Dänische Generalkonsulat ist Ziel eines politisch motivierten Angriffs geworden. Bekennerschreiben wurden an shz.de gesendet.

Flensburg | In der Nacht zu Donnerstag ist das Königlich Dänische Generalkonsulat am Nordergraben in Flensburg von Unbekannten beschädigt worden. Der Vorfall wurde erst am Freitag von der Kripo bestätigt. Inzwischen sind zwei gleichlautende Bekennerschreiben von zwei verschiedenen Absendern aufgetaucht, sie wurden in der Nacht zu Freitag um 0.37 und 1.48 Uhr per Mail an shz.de gesendet. Darin heißt es, man habe das Konsulat „entglast“. Dänemark habe sich am Mittwoch, so wörtlich, „von seiner besten Seite im Umgang mit Flüchtlingen gezeigt. Wenn Menschen auf der Flucht nicht geholfen wird oder sie sogar gewaltsam an einem Ort, zu dem sie nie wollten, festgehalten werden, muss es eine Reaktion geben.“

Die Polizei ging zunächst von dem Tatbestand der Sachbeschädigung aus – jetzt allerdings ist die Angelegenheit dem Staatsschutz übergeben worden. Derzeit werden die Aufnahmen der am Gebäude installierten Video-Kameras ausgewertet. „Es sind vier Fenster zu Bruch gegangen, zwei Scheiben in Eingangstüren wurden zudem eingeworfen“, sagte Polizeisprecherin Mandy Lorenzen.

Die offensichtlich aus der restriktiven Asylpolitik Dänemarks heraus motivierte Tat kommentierte Generalkonsul Henrik Becker-Christensen mit den Worten: „Wenn plötzlich Tausende vor der Tür stehen und wir die Grenze schließen, ist das ein Notfall, denn das können wir nicht verkraften.“

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erstellt am 11.Sep.2015 | 16:31 Uhr

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