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Dolleruper Destille : Flensburg soll zur „Rhum-Stadt“ werden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das erste Produkt steht bereits zum Verkauf.

von
erstellt am 02.Jul.2017 | 10:28 Uhr

Dollerup | Sie sind Rum-Liebhaber mit einer Vision: Thorsten Biallas und Dr. Axel Hartwig haben die Flensburger Spirituosen Manufaktur gegründet – mit dem Ziel, der Flensburger Rum-Tradition ein neues Kapitel hinzuzufügen. Mit von der Partie ist auch Werner Sauer, in dessen Dolleruper Destille, der Rum entsteht. Jetzt steht das erste Produkt zum Verkauf: der „Neptuns Rhum“ mit dem prestigeträchtigen Zusatz „Handmade in Flensburg“. Name und Beschreibung erfordern einige Erklärungen: Die drei Brenner beziehen sich mit ihrem Erzeugnis stark auf die Stadt Flensburg mit ihrer langen Rum-Tradition.

Deshalb wurde auch der Name Neptun gewählt, als Erinnerung an den Segler „Neptunus“, der 1755 den Flensburger Hafen mit Kurs Dänisch-Westindien verließ und letztlich zum Symbol des Rumhandels in der Fördestadt wurde.

„Rhum“ nennen die Brenner ihre Spirituose ganz bewusst, um sie vom Mainstream abzusetzen. „Anders als die meisten Rumsorten, die sicher alle ihre Berechtigung haben, wird unser ,Rhum’ nicht aus dem Abfallprodukt Melasse, sondern direkt aus dem Zuckerrohr“, erklärt Geschäftsführer Thorsten Biallas. Das zusätzliche „h“ der französischen Schreibweise verstehen die Macher als Hinweis auf die besondere Qualität. Und noch etwas unterscheidet den „Neptuns Rhum“ von den vielen Produkten, die sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit erfreuen. „Ich mag diesen Rum aus der Karibik und ganz Südamerika gern, aber er wird eben mit Zucker gesüßt – und ist damit so etwas wie ein Rum-Likör. Das haben wir anders gemacht. Unser Rum bezieht seine Aromen allein aus dem Zuckerrohr und der Lagerung, die vornehmlich in Cognac-Fässern stattfindet.

Seine Verbindung zu Flensburg bezieht der „Neptuns Rhum“ durch seine Lagerung und Abfüllung im ältesten Rum-Haus der Stadt – bei Sonnenberg, heute Hansens Brauerei.

Doch dabei allein soll es nicht bleiben. „Der Rhum gehört nach Flensburg“, sind sich Biallas und Sauer einig. Es gibt ein Konzept und Gespräche mit der Stadt. Wenn alles klappt, wird bald Zuckerrohr an die Förde geliefert, und dort auch vergoren, destilliert, gelagert und abgefüllt. Das gibt es nach Biallas Wissen in ganz Deutschland nicht.

Der „Neptuns Rhum“, der nun in der Destille, in ausgewählten Flensburger Bars und im Internet bei „Rum&Co“ zu verkauf steht, ist anderthalb Jahre alt. Ein Großteil reift allerdings in Fässern weiter. „Er wird noch besser“, ist sich Biallas sicher. Ziel des kleinen Unternehmens ist es jährlich 3000 bis 6000 Flaschen von dem Rhum aus Flensburg zu verkaufen.

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