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Neues Musikprojekt : Flensburg singt Frank Sinatra

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Großes Livemusik-Projekt aus der Unplugged-Schmiede: Acht Solisten zusammen mit dem Jazzcoast-Orchestra

Es kann das Musik-Ereignis des Jahres werden. Und es ist wieder einmal eine typische Flensburger Eigen-Produktion über die Grenzen der Genres hinweg. Acht Sänger treffen auf das Jazzcoast-Orchestra, und gemeinsam zelebrieren sie zwei Dutzend Songs des unvergessenen Frank Sinatra. Morgen beginnt der Vorverkauf für die beiden Konzerte am 17. und 18. November im Audi-Zentrum.

Schon seit Monaten wird geprobt. Jeder der beteiligten Sänger kennt natürlich die Songs von Frankieboy, hat sie vielleicht auch schon mal gesungen, zumindest auf einer Party, während einer Autofahrt oder unter der Dusche. Aber mit einer ausgewachsenen Bigband?

„Die erste Begegnung der Sänger mit der Bigband war magisch.“ So schwärmt einer, der seit Jahren immer wieder spektakuläre Musikevents auf die Beine stellt: Andreas Fahnert, seit fünf Jahren vor allem als Sänger und Autor von Santiano bekannt, hat die erfolgreiche Reihe „Flensburg Unplugged“ erfunden. Vor wenigen Jahren brachte er Sänger aus der Flensburger Szene mit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester zusammen – ein Ereignis. Und jetzt das Sinatra-Projekt.

Fahnert weiß, wie schwer es ist, so zu klingen wie der große US-Sänger, denn er ist selbst Sänger. „Das klingt so lässig und leicht, ist es aber gar nicht.“ Diese Erfahrung mussten einige der Solisten machen. Die andere ist es, statt mit der Gitarre in einer Kneipe oder mit der Band auf einer Bühne plötzlich mit einem ganzen Orchester zu singen. Doch es funktioniert, denn selbst die jüngsten der acht Sänger bringen eine Menge Erfahrung mit in das Großprojekt.

Michel Nitschke etwa, der erst kürzlich wieder mit seiner „Rob Show“ 4000 Zuschauer begeisterte. Da schlüpft er in die Rolle von Robbie Williams, der wiederum in seinem Swing-Projekt ebenfalls Sinatra coverte. Der Engländer Guy Roberts, ein Könner an Gitarre und Blues-Harp und ein großartiger Sänger, ist ebenso dabei wie Leon Mancilla, der vor allem mit seiner Band „Salamanda“ für Aufsehen sorgt. Gestählt von tausend Nächten auf regionalen Bühnen, stellt sich Nik Heitmann („Pub Force“) der Herausforderung Sinatra. Und Axel Stosberg hat nach der herbstlichen Santiano-Kaperfahrt in die Alpenländer Schweiz und Österreich knapp zwei Wochen Zeit, sich von Seemannsrock auf Big-Band-Jazz umzustellen.

Zu einem großen, kompletten Klangereignis gehört ein Background-Chor, der sich sowohl hören als auch sehen lassen kann. Lena Mahrt, Sarah Petersen und Anna Brunner rücken aber auch für einige Duette, von denen Sinatra viele berühmt gemacht hat, nach vorn.

Das Jazzcoast-Orchestra bringt die besten Jazzer des nördlichen Landesteils zusammen. Viele der Musiker sind gefragte Solisten und haben eigene Bandprojekte. Bandleader Rainer Kleinlosen, ein Jazz-Verrückter aus Husum, hat das Ensemble zu einem hervorragenden Klangkörper entwickelt. Erfahrungen mit Sängern hat das Jazzcoast-Orchestra schon reichlich gesammelt. In der Vergangenheit ist die Hamburgerin Regina Ebinal immer mal wieder dabei. Aber die Fülle so unterschiedlicher Sänger – das ist auch für diese erfahrene Band Neuland.

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