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Containerdorf an der Exe : Flensburg schafft Platz für 1350 Flüchtlinge

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

An der Exe sollen Mitte Oktober die ersten Wohnungen stehen. Zusätzlich sind das ehemalige Verwaltungsgebäude an der Reitbahn 17 und das ehemalige JAW Am Dammhof sind kurzfristig belegbar.

Flensburg | Wenn morgen die nächsten 33 Flüchtlinge aus der Erstaufnahme in Flensburg eintreffen, klettert die Zahl der Menschen, für die die Stadt Unterkünfte schaffen muss, bis über den Asylantrag entschieden ist, auf rund 570.

Nach Angaben von Stadtsprecher Clemens Teschendorf ist die Paulus-Paulsen-Schule (80 Plätze) an der Schloßstraße mit 78 Flüchtlingen mittlerweile nahezu ausgebucht. Bis Mitte Oktober will der Selbsthilfe-Bauverein zwei Etagen des Hochhauses Travestraße 28 für bis zu 46 Flüchtlinge herrichten.

Zwei weitere Standorte würden bereits im Laufe dieser Woche fertiggestellt und seien kurzfristig belegbar: das ehemalige Verwaltungsgebäude an der Reitbahn 17 (für 70 Personen) sowie das ehemalige JAW Am Dammhof (Platz für 65 Personen).

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Außerdem hat die die Stadt beschlossen, auf der Exe für bis zu 300 Bewohner zehn dänische Wohncontainer der Firma Mobilhaus Fredericia sowie ein zentrales Gemeinschaftshaus mit Mensa aufzustellen. Wasser- und Stromanschlüsse sind hier bereits vorhanden, der Bezug binnen drei Wochen möglich. Ein erstes Gebäude mit vier Wohnungen soll Mitte Oktober stehen, die weiteren in wöchentlichen Schritten folgen. Das kleine Flüchtlingsdorf auf der Exe soll im südöstlichen Bereich knapp ein Viertel des Park- und Jahrmarktplatzes umfassen. „Wir sind guter Dinge, dass die Schausteller die Exe auch künftig nutzen können“, so Teschendorf. Das gelte auch für Flohmärkte.

Darüber hat die Stadtverwaltung zwei weitere Standorte für mehrere Holzständerbauten festgelegt. Wie bereits berichtet, geht es um ein Gelände an der Graf-Zeppelin-Straße im Gewerbegebiet am Sophienhof, wo für 380 Personen Platz geschaffen werde, und um ein Gelände am Friedensweg, an dem 550 Personen wohnen können. Mit dem Bezug sei im Spätherbst zu rechnen. Insgesamt werde damit – je nach Belegung - Wohnraum für 1350 Geflüchtete geschaffen. „Damit sind wir wieder handlungsfähig“, so Teschendorf. Vom Tisch ist damit zunächst der Standort Europawiese am Hafen. Die Stadt plant für die einzelnen Standorte Anwohner-Informationsveranstaltungen.

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erstellt am 23.Sep.2015 | 18:00 Uhr

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