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Schiffbrücke : Flensburg: Polizist rettet 46-Jährigen aus Hafenbecken

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Dem Mann wurde in einer Gaststätte Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Orientierungslos stürzte er ins Hafenbecken.

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erstellt am 10.Nov.2017 | 10:32 Uhr

Flensburg | Ein Polizist ist am Freitagmorgen in die nur zehn Grad kalte Flensburger Förde gesprungen, um einen 46-Jährigen zu retten. Wie die Polizei mitteilt, war um 3.49 Uhr per Notruf gemeldet worden, dass sich ein Mann im Hafenbecken befindet und um Hilfe schreit.

Beamte fuhren umgehend zum Einsatzort. Tatsächlich trieb zwischen der Kaimauer und dem Anleger der Segelboote eine männliche Person. Sofort wurde dem Mann von den Polizeibeamten ein Rettungsring zugeworfen. Mithilfe der Rettungsleine sollte er dann in Richtung Kaimauer gezogen werden. Der Versuch schlug fehl, da der Mann völlig entkräftet war.

Ein 33-jähriger Polizist zog daraufhin seine Schutzweste aus und sprang in das Hafenbecken. Es gelang ihm, den 46-Jährigen samt Rettungsring zum Bootsanleger und dort auf einen Steg zu ziehen. Kurz darauf trafen Feuerwehr- und Rettungskräfte ein, die sich um die weitere Versorgung des Mannes kümmerten.

Der 46-Jährige stand unter Schock und war unterkühlt. Er wurde in die Zentrale Notaufnahme gebracht. Wie lange er im kalten Wasser war, kann nicht gesagt werden.

Der Mann hatte offenbar zuvor in einer Gaststätte an der Schiffbrücke gefeiert. Dort sei es zu einem Streit mit einem anderen Mann gekommen, infolgedessen dieser dem 46-Jährigen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht hatte. Daraufhin habe er sofort die Gaststätte verlassen und danach offensichtlich die Orientierung verloren, weil er nicht richtig sehen konnte. Ohne weitere Fremdeinwirkung sei er dann in das Hafenbecken gestürzt.

Zur Person, die ihm Pfefferspray in die Augen gesprüht hatte, konnte der 46-Jährige nur sagen, dass dieser einen hellbeigen Anzug trug und dunkle kurze Haare hatte. Zeugen oder Hinweisgeber des Vorfalls an der Schiffbrücke bittet die Polizei um einen Anruf unter der Telefonnummer 0461/4840.

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