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Internet für alle : Flensburg: Mobiles Surfen soll leichter werden

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der SSW spendet 30 Router an den Verein Freifunk. Bürger sollen Teile ihres Anschlusses zur Verfügung stellen.

Die SSW-Ratsfraktion stärkt dem Verein Freifunk bei dessen Bemühungen für einen freien Zugang zum Internet im Stadtgebiet den Rücken. Am Montag hatte der SSW den gemeinnützigen Verein ins Rathaus eingeladen. SSW-Ratsherr Sönke Wisnewski: „Viele Informationen sind nur noch digital verfügbar, zum Beispiel Verbrauchertipps, Gesundheitsforen oder aktuelle Nachrichten.“

Doch nicht jeder könne sich einen mobilen Zugang zum Internet leisten, so dass man regelrecht vom Internet abgeschnitten sei, wenn man unterwegs ist. Darum gebe es in vielen deutschen Städten ein Freifunknetz, das freien und kostenlosen Zugang zum Internet ermöglicht. „So ein Netz brauchen wir auch in der Touristen- und Studentenstadt Flensburg.“

Die Freifunker bauen ein Netz und betreiben entsprechende Router – ehrenamtlich und ohne kommerzielle Interessen. Damit das Netz funktioniert, müssen sich möglichst viele Flensburgerinnen und Flensburger beteiligen. SSW-Ratsherr Philipp Bohk: „Der SSW ist von dieser Idee überzeugt. Ich selbst nutze nicht die gesamte Bandbreite meines Anschlusses. Darum stelle ich einen Teil davon der Allgemeinheit zur Verfügung.“ Der Freifunk-Router koste 20 Euro und werde am vorhandenen Internetanschluss angeschlossen.

Der SSW-Landesverband und der Kreisverband Flensburg kündigen an, zusammen 30 Router zu finanzieren und dem Verein zur Verfügung zu stellen. Wisnewski: „Das Freifunk-Netz ist ein Selbstmach-Netz. Das funktioniert in Flensburg nur, wenn sich viele beteiligen.“

Darüber hinaus sollte aus Sicht des SSW die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen. Der SSW werde beantragen, dass das Bürgerbüro einen Teil seiner Internetkapazität zur Verfügung stellt, damit die Bürger in der Wartezeit das Internet nutzen können. Sönke Wisnewski: „Es geht nicht um einen vollständigen Ersatz eines privaten oder kommerziellen Internetanschlusses. Bilder oder Filme herunterladen kann man nicht. Aber man kann eine Suchmaschine durchforsten oder einen Blick ins digitale Postfach werfen.“

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