zur Navigation springen

Diako und Franziskus : Flensburg: Krankenhausplanung „ergebnisoffen“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Umwelt- und Planungsausschuss will umfassende Informationen und will mitreden / Bebauungsplan Franziskus ist trotzdem auf dem Weg

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2017 | 05:49 Uhr

Ein klares Bekenntnis zu einem gemeinsamen neuen Krankenhaus beider konfessioneller Träger blieb aus – vorerst. Stattdessen hat die Kommunalpolitik gestern deutlich gemacht, dass sie mitreden will bei der Krankenhausplanung, die schon sehr weit gediehen ist auf dem Weg zu einer grundlegenden Erneuerung beider Häuser an ihrem jeweiligen Standort. Einstimmig hat der Umwelt- und Planungsausschuss gestern beschlossen, die Frage „Neubau auf einer noch zu definierenden Fläche“ oder „Umbau und Erneuerung im Bestand“ auf die eigene Agenda zu setzen – und zwar ergebnisoffen.

Davon unabhängig hat der Ausschuss trotzdem den Bebauungsplan für die Erweiterung und Erneuerung des Franziskus-Hospitals auf den Weg gebracht. Eine neue Diskussion um die Krankenhaus-Planung soll die schon laufenden Projekte der Diako und der Malteser nicht gefährden – doch ob sie wirklich zum Abschluss gebracht werden, ist mit dem gestrigen Beschluss offen.

Der Antrag wurde von allen sieben Ratsfraktionen gemeinsam auf den Weg gebracht. Einig sind sich alle, dass sie mehr Informationen über die Entscheidungsprozesse, die Hintergründe, die Abläufe und Finanzierungsfragen brauche. Einig sind sich auch alle, dass die Arbeitsbedingungen für das Personal sowie die Versorgung und Betreuung der Patienten verbessert werden sollen. „Wir brauchen klare Entscheidungskriterien“, sagte SPD-Fraktionschef Helmut Trost, der ebenso wie Oberbürgermeisterin Simone Lange ausnahmsweise an der Sitzung des Planungsausschusses teilnahm.

Während Edgar Möller (SSW) deutlich davor warnte, „auf der Zielgeraden“ umzudrehen und damit die erheblichen Finanzzusagen des Landes zu gefährden, machte Arne Rüstemeier (CDU) deutlich, dass „noch gar nichts entschieden“ sei, bis die Ratsversammlung die Bebauungspläne für die beiden Krankenhäuser als Satzung beschlossen hat. „Warum haben wir die Krankenhäuser so lange laufen lassen?“, fragte er selbstkritisch. Man werde sich für die jetzt anlaufenden Diskussionen auf politischer Ebene „ganz viel Zeit lassen“.

Oberbürgermeisterin Simone Lange warnte davor, „den Krankenhaus-Standort Flensburg zu zerreden“. Man müsse jetzt „klug reagieren“, unkluge Sätze seien schon genug gefallen.

Chefplaner Peter Schroeders plädierte dafür, externen Sachverstand einzuholen. Wenn man einen gemeinsamen Neubau beider Träger ins Gespräch bringt, müsse man auch die Fläche dafür definieren und benennen.

Der Bebauungsplan für das Franziskus enthält als wesentliche Bestandteile ein Parkhaus an der Waldstraße, ein großes neues Bettenhaus in der Mitte des Geländes und einen Neubau für stationäre Einrichtungen an der Dorotheenstraße.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen