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Mieterwechsel und Renovierungen : Flensburg-Galerie bekommt Frischekur

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zehn Jahre nach der Einweihung wird das Haus renoviert. Mieterwechsel werden als Chance für ein attraktiveres Sortiment gesehen.

Flensburg | Knapp zehn Jahre nach ihrer Einweihung ist die Flensburg-Galerie in die Jahre gekommen und soll jetzt mit einer Millionenspritze fit für den Wettbewerb der Zukunft gemacht werden. Die Galerie findet sich im doppelten Wettbewerb wieder: Einzelhändler versuchen, Standorte wie Passagen zu verlassen und mit ihren Ladengeschäften direkt an der Fußgängerzone sichtbar zu werden – und selbstverständlich müssen Miete und Nebenkosten im gesunden Verhältnis zu den Einnahmen eines Geschäftes stehen. Die Tatsache, dass im Dezember dieses Jahres die Zehn-Jahres-Mietverträge ablaufen, die zur Einweihung 2006 abgeschlossen wurden, nennt Management-Chef Helmut Koprian „durchaus eine Chance“. Bei der Gelegenheit könne man sich von Marken trennen, die vor zehn Jahren aktuell waren. Der Umbau der Passage umfasst also nicht nur Handwerker-Arbeiten.

Die „Koprian IQ Management“, zuständig für das Management der Flensburg-Galerie, verkündet in einer Pressemitteilung: „Die Flensburg Galerie wird mit einer Gesamtinvestition in einem zweistelligen Millionenbereich optimiert.“ Helmut Koprian erklärt, er möchte nicht eines Tages die Meinung über die Galerie hören: „Schau mal, so hat man das vor 40 Jahren gemacht.“

So werden die drei Ladenstraßen (Malls) vor den Geschäften innerhalb der Passage eine „komplett neue Lichtarchitektur“ erhalten. Die Decken bekommen neue Lichtelemente. Für das Glasdach sind eine neue Farbgebung und indirekte Beleuchtung vorgesehen. Die Lichthöfe werden neu angelegt. Eine der beiden Rolltreppen im Bereich zum Holm hin wird gedreht und befördert dann die Kunden parallel. „Dies erhöht um ca. 50 Prozent die Frequenzen an den Endpunkten der Ladenstraßen. Die Böden werden mit Schmucksteinen „aufgewertet“. Der Lebensmittel und Gastronomiebereich werde vergrößert und erneuert. Die Situation der Läden an den Lichthöfen mit den Rolltreppen soll komplett überarbeitet werden, mit dem Ergebnis einer größeren Transparenz im Innern der Passage. Alle Geschäfte entlang der neuen Ladenstraßenführung erhalten neue Fassaden. Bis Herbst 2016, Frühjahr 2017 soll die Verbesserung der Ladenstraßen abgeschlossen sein. Die Bank Credit Suisse als Besitzer der Passage hat der Renovierung zugestimmt, in vier bis sechs Wochen ist Start.

Aber auch das Angebot der Passage hält die Managementfirma für überarbeitungsbedürftig. Allerdings lässt „Koprian IQ Management“ offen, was es mit dieser Formulierung meint: „Optimierung des Branchen- und Mietermix“. Lässt man Mieter ziehen, trennt man sich aktiv von ihnen, füllt das Management Leerstände auf? In der Pressemitteilung heißt es, „die Branchenbausteine Mode und Schuhe, Schönheit und Gesundheit, Elektronik, Computer, Medien sowie Lebensmittel und Gastronomie – besonders aber die Bereiche Mode und Schuhe, Schönheit und Gesundheit, Geschenke und Gastronomie sollen ausgebaut werden.“

Beim Thema Miethöhe sieht Koprian die Galerie auf dem richtigen Weg. Sie orientiere sich am Umsatz und werde nach Branchen geschichtet. Kein Zweifel, dass ein Schmuckgeschäft eine höhere Miete vertrage als ein Reformhaus. Dass das Konzept funktioniere, zeigt nach den Worten Koprians die Suche nach einem Nachfolger für die Flächen der Firma Sinnerup, die an die Angelburger Straße umzieht. Hier seien drei attraktive Mieter gefunden worden, die eine hohe Frequenz im Haus versprechen.

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erstellt am 12.Apr.2016 | 08:00 Uhr

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