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Nach Brand in der Schützenkuhle : Flensburg: Das neue Gesicht der Exe-Häuser

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Selbsthilfe-Bauverein will an der Einmündung Schützenkuhle drei Häuser mit 47 Wohnungen und Tiefgarage bauen

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 07:43 Uhr

Sie waren ein Blickfang für alle Autofahrer, die die Flensburger Innenstadt vom Neumarkt Richtung Westen verließen: An der Fassade der SBV-Wohnhäuser an der Einmündung Schützenkuhle/Zur Exe stieg ein Mann das Regenfallrohr hinauf – und eine Frau hing kletternd an einem Hochseil. Doch seit Monaten ist klar – die Brandruine der beiden Häuser Zur Exe 2-4 und das Nachbargebäude Schützenkuhle 15 müssen abgerissen werden.

Der Selbsthilfe-Bauverein hat gestern das künftige Gesicht der viel befahrenen Einmündung und die Baupläne vorgestellt. Demnach sind drei viergeschossige Wohnhäuser mit insgesamt 47 Wohnungen und großen Giebeln und ausgebautem Dachgeschoss zur Straße geplant. Die Wohnungen sollen zwische 33 und 80 Quadratmetern groß sein – und bodentiefe Fenster zur Straßenseite versprechen helle Räume. Alle Wohungen sollen barrierefrei mit dem Aufzug erreichbar sein und größtenteils über Balkone auf der Gartenseite verfügen.

SBV-Chef Raimund Dankowski stellte gestern das 5,3 Millionen Euro teure Vorhaben vor, das mit 32 öffentlich geförderten und 15 frei finanzierten größeren Wohnungen plant – davon seien sieben mit bis zu 80 Quadratmetern als Wohngemeinschaften für Studenten geeignet: „Unser Schwerpunkt liegt in der Innenstadt, im urbanen Wohnen“, sagt Dankowski.

Die geförderten Wohnungen sollen für 5,20 Euro pro Quadratmeter vermietet werden, die frei finanzierten für rund 7,50 Euro. Die 5,3 Millionen Euro Investitionsvolumen sollen neben 1,8 Millionen Euro aus der SBV-Spareinrichtung und einer Million Eigenmitteln zu 2,34 Millionen aus Darlehen der Investitionsbank fließen.

Womöglich wird das mit dem Husumer Architekturbüro Johannsen und Fuchs geplante Vorhaben aber noch etwas teurer. Dankowski zeigte gestern nämlich wenig Verständnis dafür, dass die Genossenschaft rund 200.000 Euro dafür zahlen soll, dass sie sich vom Stellplatznachweis befreien lässt. Hier habe es bislang keine Stellplätze gegeben, auf der nahen Exe gebe es genügend – und das Klientel der geförderten Wohnungen besitze häufig keinen eigenen Wagen. Deshalb ist der SBV mit seinen Husumer Architekten bereits in die Planung einer 400.000 bis 450.000 Euro teuren Tiefgarage eingestiegen, deren Stellplätze auch extern angemietet werden könnten.

Nachdem die letzten Mieter die Schützenkuhle im November verlassen haben, soll der Abbruch im Februar beginnen. Anderthalb Jahre später soll der Neubau bezugsfertig sein.

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