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Flensburger Förde : Flensburg bei Touristen immer beliebter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der neue Chef des Flensburg Fjord Tourismus erwartet eine 7,7-prozentige Zunahme bei Übernachtungen. Das Marketing in den nordischen Ländern will er ausbauen.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 07:00 Uhr

Die Tage des Flensburg Fjord sind gezählt. Die ersten 5000 Exemplare des neuen Urlaubsmagazins ziert das seit Jahren bekannte Logo, die zweite Auflage wird schon das neue der Tourismus-Vereinigung von Flensburg, Glücksburg, Harrislee und Langballig tragen. Das muss allerdings erst noch kreiert werden. Nicht alles, aber vieles ändert sich gerade bei den Touristikern an der Flensburger Förde.

Zwei Dinge kommen zusammen: Ab 1. Januar löst die Lokale Tourismus-Organisation (LTO) mit den vier genannten Kommunen die bisher bestehenden Einrichtungen ab. Dann liegt die touristische Vermarktung der Region vom Marketing bis zur Zimmervermittlung in einer Hand. Dazu kommt der personelle Wechsel an der Spitze der wichtigsten der vier Organisationen: Gorm Casper, der ab 1. Januar die Geschäfte der neuen LTO führen soll, ist seit 1. Juli Geschäftsführer des Flensburg Fjord Tourismus (FFT) im Parkhaus an der Roten Straße.

Und Casper wird – so viel ist klar – nicht alles, aber vieles anders machen als sein Vorvorgänger Finn Jensen, der frischen Wind in die touristische Vermarktung Flensburgs gebracht hatte, dann aber vor rund einem Jahr wegen der Gebrauchtwagen-Affäre seinen Job verlor. Verschwunden ist der muskelbepackte Seebär, der die beiden letzten Magazintitel geprägt hatte. „Meine Mitarbeiterinnen hätten ihn gern behalten“, schmunzelt Casper. Weg ist auch die eher flapsige Vermarktungsschiene mit Pils und Punkten. Stattdessen soll jetzt „Der echte Norden“ den Urlauber locken, und die Ostsee als Schlüsselbegriff darf auf dem Titel nicht fehlen.

Für Gorm Casper ist das Potenzial in den nordischen Ländern noch lange nicht ausgereizt: „Die Norweger und Schweden kommen ganz ohne Marketing zu uns, da ist also noch viel zu holen.“ Auch in Dänemark möchte er mehr Werbung für Flensburg machen. „Ich sehe diese Entwicklung mit zwei lachenden Augen“, strahlt er – ebenso wie die aktuellen Hotel-Pläne in der Stadt. Vor allem die für Januar geplante Eröffnung des dänisch angehauchten Hotels in der Alten Post sei wichtig. Doch auch das bei der Wirtschaft umstrittene Projekt am Brauereiweg sei aus Sicht des Touristikers nur zu begrüßen.

Stark machen will er sich für einen schnellen Aufbau kostenloser WLan-Zugangspunkte in Flensburg. Auch interaktive Info-Säulen seien geplant. Wichtig sei, dass möglichst viele Quartiere online zu buchen sind.

Am 1. Dezember werde er die neue Tourist-Information im Glücksburger Rathaus eröffnen; die bestehende im Schloss bleibe bis Ende des Jahres. In Flensburg steht der Standort im Parkhaus zur Disposition: „Nicht optimal“ sei er, so Casper. „Wenn ich in der Fußgängerzone gefragt werde, wo denn die Tourist-Information ist, dann haben wir da ein Problem.“ Er sichte bereits den Markt.

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