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Honky-Tonk-Kneipenfestival : Flensburg als stilvolle Partymeile: Helene Fischer trifft AC/DC

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rund um die Hafenspitze und in der Großen Straße räumte die Gastronomie für insgesamt 17 Livebands Bühnen frei.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2017 | 06:00 Uhr

Weite Dancefloors hat man am Sonnabend beim Honky-Tonk-Kneipenfestival vergeblich gesucht. Dafür gab’s aber Engtanz mit dem Saxophonisten Prince Alec im Peter Pane, der live auf der Tanzfläche die elektronischen Beats des DJs Steve Le May unterlegte. Das goldene Saxophon inmitten der Tanzenden war ein stimmungsvolles Highlight auf der ersten Etage des Burger-Restaurants. Getestet und für gut befunden: Zwischen den dekorierten Birkenstämmen tanzt es sich auch gut.

Rund um die Hafenspitze und in der Großen Straße räumte die Gastronomie für insgesamt 17 Livebands Bühnen frei. „Endlich ist mal was los in Flensburg“ – dieser Satz kam aus einer Gruppe junger Besucher im Vorbeigehen entgegen geweht.

Im Heimathafen an der Hafenspitze reichte die Palette der Coverband Top Union von Helene Fischer bis hin zu ACDC. Im Schottenrock auf wahlweise Tischen, hinter der Bar oder ganz gemäßigt auf der Bühne überzeugten sie mit einer guten Live-Performance. Der Blick auf die Förde war natürlich inklusive.

Obwohl die Besucherzahl im Vergleich zum letzten Jahr vergleichsweise niedriger zu sein schien – die Stimmung war ausgelassen und friedlich. Auch dänische Besucher zog es in den Bann der etwas anderen Partymeile, vielleicht trug aber auch das gute Flensburger Bier zumindest eine Teilschuld.

„Abzappeln“ bedeutet das ruckartige mehr oder weniger zusammenhanglose Bewegen einzelner Gliedmaßen. Das verursachte beispielsweise die Band Rock Pauli im Café Central bereits mit ihren ersten Songs. Mit Rock und Pop wie zum Beispiel „Fairytale gone bad“ oder auch einer deutschen Nummer von den Ärzten brauchten die Gäste keine Aufwärmphase.

Das Schöne am Honky-Tonk auch dieses Jahr: breite Auswahl auf allen Ebenen. Jeder suchte sich im Treibenlassen irgendwann seinen „place to be“. Alterstechnisch, kleidungstechnisch oder getränketechnisch war das Publikum trotzdem immer auf sympathische Art bunt.

Das Servicepersonal glänzte mit gutem Service und vor allem guter Laune. Speisen und Getränke bei lauter Livemusik über die Köpfen der tanzenden Menschen zu balancieren, schien teilweise einer olympischen Disziplin ähnlich.

So war es im La Tasca zeitweise so eng, dass kaum mehr auch nur ein heißer Hüftschwung möglich war und Bühne und Publikum fließend ineinander übergingen. Ritmo Caliente hieß die Band, die das heißblütige Flair der Tapasbar unterstrich und den kleinen Raum fast zum Überlaufen brachte.

Wie sich auch dieses Mal zeigte, sind Textsicherheit, Getränkewahl oder gar tänzerische Fähigkeiten keine Voraussetzungen für gute Stimmung. Es drehte sich vor allem um den Konsum von authentischer Livemusik, bei dem der ein oder andere Drink nicht verschmäht wurde.

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