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Flensburger Stadtwette : Fleißige Handwerker für den Bürgerfonds

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auch die Kreishandwerkerschaft Stadt und Land beteiligt sich an der Bürgerwette - insgesamt sind schon mehr als 6000 Euro gespendet.

Gestern rieselten Münzen ohne Ende in ein großes, gelbes Spendenschwein. Die Kreishandwerkerschaft hatte aufgerufen, die Flensburger Bürgerwette zu unterstützen – und alle Azubis machten mit.

Ihnen wurde jeweils ein Euro an die Hand gegeben. Sollte jeder Flensburger diese überschaubare Summe spenden, wären Ende September tatsächlich 90 777 Euro zusammengekommen – so viele Einwohner hat die Stadt. Damit wäre die Wette gewonnen und der Bürgerfonds auf lange Sicht in der Lage, in Not geratenen Menschen unbürokratisch und schnell unter die Arme zu greifen.

Selbstverständlich packten die angehenden Zimmerer und Maurer noch den einen oder anderen Euro drauf. „Schließlich gibt es genug, die das Geld nötig haben“, sagt Jannik Rostalski. „Und einen Euro wird nun wirklich jeder übrig haben.“ Jan Volquardsen (37), Umschüler zum Maurer, sieht es ganz pragmatisch. „Wenn einer fünf Euro gibt“, rechnete er vor, „brauchen es vier andere nicht.“

Natürlich ließ sich auch Petra Schenkluhn, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, nicht lumpen und ließ einen Schein in das Schwein flattern. „Wir machen das gern, zumal es bei uns so einige Teilnehmer gab, die von dem Fonds bereits profitieren konnten.“ Etwa eine junge Frau, die nicht imstande war, die Kaution für eine neue Wohnung in kürzester Frist aufzubringen. „Für sie war das ein riesiges Problem.“ Der Bürgerfonds sprang spontan ein. „Unsere beiden Ausbildungsbetreuer haben immer ein Auge darauf, wer hier Unterstützung braucht“, sagt Petra Schenkluhn. So gebe es Azubis, die es nicht leicht haben, weil sie neben ihrer Ausbildung alleinerziehend sind. „Oft genügt ein Anruf, und es gibt ganz unkompliziert Hilfe für sie.“

Das Spendenschwein ist auf dem Tresen der Anmeldung deponiert und wird mit Argusaugen bewacht. Es ist damit zu rechnen, dass viele Handwerksbetriebe hier noch einen kleinen Obolus leisten. „Wir haben regen Publikumsverkehr“, sagt Petra Schenkluhn. Und ist sich sicher: „Da wird noch so einiges hinzukommen.“ Mit Sicherheit wird das am 5. Oktober passieren. Dann steigt nach hoffentlich gewonnener Wette ein großes Bürgerfest auf dem Südermarkt – und die Kreishandwerkerschaft will dann zehn bunte, eigens gefertigte Vogelhäuschen versteigern. Für den guten Zweck.

 

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erstellt am 03.Sep.2014 | 11:10 Uhr

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