Ecke Nordstraße / Schottweg : Flächenzuwachs für Einkaufszentrum

Neue Rückseite: Bei 'Famila' am Schottweg wird bis September gebaut; hier entstehen vier neue Läden. Foto: dewanger
Neue Rückseite: Bei "Famila" am Schottweg wird bis September gebaut; hier entstehen vier neue Läden. Foto: dewanger

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22. März 2011, 01:49 Uhr

Flensburg | Die Pläne sind schon fast 40 Jahre alt. Doch erst jetzt werden sie umgesetzt: "Famila" am Schottweg bekommt vier neue Nachbarn und Flensburg somit eines kleines Fachmarktzentrum im Osten der Stadt. Um 2500 Quadratmeter soll der Einkaufsmarkt an der Ecke Nordstraße/Schottweg wachsen; die Einweihung ist für September geplant.

Die Bauarbeiten am Bestandsgebäude haben bereits im Januar begonnen. Der Personaltrakt und das Lager wurden auf die freien Flächen des alten Fleischwerks verlegt. Die neuen Märkte werden an der Westseite des "Famila"-Gebäudes errichtet, in Richtung des früheren Recyclinghofes. Die Baukosten beziffert "Famila" auf insgesamt vier Millionen Euro.

Die neuen Anbieter im Einkaufszentrum sind der Textilmarkt "Takko" (480 Quadratmeter), das Dänische Bettenlager (800 Quadratmeter), ein Drogeriemarkt der Marke "dm" (700 Quadratmeter) und ein vierter Anbieter, mit dem die Verhandlungen derzeit noch laufen. Laut Einzelhandelsgutachten der Stadt könnte es sich dabei um ein Geschäft für Zoobedarf handeln.

Das derzeit bestehende "Famila"-Haus hat 4500 Quadratmeter und beinhaltet neben dem eigentlichen Supermarkt eine Apotheke, einen Bäcker, einen Friseur, eine Postagentur, eine Reinigung/Änderungsschneiderei und einen Shop für griechische Spezialitäten.

Der Zuwachs bedingt auch Umbauten am bestehenden Gebäude. So müsse der Haupteingang verlagert werden, teilte die Kieler "Famila"-Zentrale gestern mit. Die Änderungsschneiderei wird danach in den Bereich des alten Haupteingangs, der Geldautomat der Sparkasse zum neuen Haupteingang verlegt.

Die ursprünglichen Betreiber des großen Supermarktes, die frühere Firma "P & Q", hatte sich Ende der 60er Jahre bereits die zusätzlichen Flächen genehmigen lassen; sie wurden aber weder von "P & Q" noch von den Nachfolgern "Eurospar" ausgeschöpft. Der Bebauungsplan Nr. 54 aus dem Jahr 1972 sehe den Flächenzuwachs bereits vor, so Thomas Hansen aus der städtischen Pressestelle. Doch erst jetzt - fast 40 Jahre später - werde das Kontingent von "Famila", seit 1. Januar 2004 Hausherr am Schottweg, ausgeschöpft.

Auch das Einzelhandelsgutachten der Stadt habe die Zusatzflächen bereits einbezogen, so dass es keinen neuen Diskussionsbedarf gegeben habe, so Hansen. Den gab es indes noch vor rund zwei Jahren, als die Kette "Lidl" seinen Markt von der Merkurstraße auf das mittlerweile geräumte Grundstück des Hochhauses am Wasserlooser Weg verlagern wollte. Seinerzeit gab es aus der Politik den Vorschlag, "Lidl" direkt neben "Famila" anzusiedeln. Der wurde jedoch ebenso wenig umgesetzt wie der "Lidl"-Neubau auf dem Hochhaus-Grundstück, für das es derzeit noch keine konkrete Planung gibt.

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