zur Navigation springen

Langballig : Firma aus Kiel legt das schnelle Internet

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Verlegung des Glasfaserkabels für 12.500 Haushalte in den Ämtern Geltinger Bucht, Hürup und Langballig soll 2018 beginnen.

Für das Vorhaben, in den 30 Gemeinden der Ämter Geltinger Bucht, Hürup und Langballig ein flächendeckendes Glasfasernetz zu errichten, steht nun auch der Vertragspartner fest. Der war auf einer Sitzung des Breitbandzweckverbandes Angeln (BZVA) im Juni nach einer Ausschreibung ausgewählt worden. Die Verträge konnten aber erst jetzt nach Ablauf entsprechender Einspruchsfrist unterzeichnet werden. Die „Glasfaserverwaltungsgesellschaft“ (GVG) aus Kiel wird das Hochgeschwindigkeitsnetz nach Fertigstellung pachten und betreiben. In der „Strandterrasse“ in Langballigau setzten GVG-Geschäftsführer Jörg Knöller und Breitbandzweckverbandsvorsteher Michael Eichhorn ihre Unterschriften unter die Verträge. Mit dabei waren vonseiten des BZVA dessen Rechtsberater Gerrit Woitag, die beiden Geschäftsführer Stefan Blanke und Gerd Aloe sowie der Esgruser Bürgermeister Hermann Vollertsen als Vorsitzender des Verbandsausschusses und Projektmanager Konrad Grützke von der GVG.

Im Verbandsgebiet, das von Maasholm bis Wees und vom Treßsee in Großsolt bis an die Ostseeküste reicht, leben etwa 30  000 Menschen in 12  500 Haushalten. Um alle diejenigen, die noch nicht anderweitig versorgt sind, an das Verbandsnetz anzuschließen, werden 700 Kilometer Glasfaserkabel im öffentlichen und 300 im privaten Bereich verlegt. Der Ausbau erfolgt in mehreren Teilbereichen. Beim ersten dieser sogenannten „Cluster“ soll noch im Herbst die Vermarktung beginnen. Für die Planungsleistungen läuft gegenwärtig die Ausschreibung, eine weitere für die Tiefbauarbeiten folgt dann noch.

Alle Kunden, die sich rechtzeitig vertraglich binden, erhalten den Glasfaseranschluss grundsätzlich frei Haus, soweit es sich nicht um extreme Außenlagen handelt. Nach Ende der Regelvermarktung, aber noch vor Baubeginn beträgt die Anschlussgebühr 500 Euro. Eichhorn stellt darüber hinaus klar: „Wenn die Rücklichter des Baggers nicht mehr zu sehen sind, dann ist nach Aufwand zu bezahlen, mindestens jedoch 1000 Euro.“ Er geht von einem Investitionsvolumen von insgesamt 45 Millionen Euro aus, das zu einem Drittel gefördert wird. Eine entsprechende Zusage des Bundes liegt vor.

Das von der GVG angebotene Basisprodukt für Privatkunden beinhaltet 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s, landläufig auch „Bandbreite“ genannt) im Down- und 50 Mbit/s im Upload mit Flatrate für Internet und Festnetztelefonie einschließlich Dänemark. Zusätzliche Angebote umfassen Fernsehen und höhere Geschwindigkeiten. Für Geschäftskunden gelten besondere Bedingungen. Auch an Kunden, die noch an andere Anbieter und durch Kündigungsfristen gebunden sind, wird nach Aussage von Knöller gedacht. „Für sie gibt es besondere Produkte während der Übergangszeit.“

Das Verbandsnetz wird über mehrere Knotenpunkte an das überregionale Glasfasernetz angeschlossen. Vorgesehen ist, mit dem Verlegen der Kabel im Frühjahr 2018 zu beginnen und die Arbeiten bis Ende 2019 abzuschließen.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen