Tourismus : Finn Jensen neuer FFT-Chef

 Vom Projektleiter zum Geschäftsführer: Finn Jensen.
Vom Projektleiter zum Geschäftsführer: Finn Jensen.

Finn Jensen (33) wird ab Januar die Geschäftsführung der Flensburg Fjord Tourismus GmbH (FFT) übernehmen von Isabella von Philippovich.

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18. November 2009, 11:53 Uhr

flensburg | Was die Spatzen längst von den Dächern pfiffen, ist seit gestern offiziell: Finn Jensen (33) wird ab Januar nächsten Jahres die Geschäftsführung der Flensburg Fjord Tourismus GmbH (FFT) übernehmen. Er beerbt damit seine Vorgängerin Isabella von Philippovich, die zwar bis zum 31. März 2010 offiziell noch als Geschäftsführerin geführt, aber bereits zum Jahresbeginn freigestellt wird. Drei Monate lang wird es also zwei Geschäftsführer geben. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Gesellschafterversammlung der FFT.

"Mit Herrn Jensen haben wir eine gute Wahl getroffen, um den Tourismus in Flensburg in eine gute Zukunft zu führen", sagte in einer ersten Stellungnahme Aufsichtsratsvorsitzender John Witt, der auch Tourismusbeauftragter der Stadt ist. "Er kennt den Laden, und es stehen für das nächste Jahr eine Menge Veranstaltungen in der Planung. Da ist mit der Person Finn Jensen Kontinuität gewährleistet." Auch im Hinblick auf die Bildung der LTO - in der Flensburg, Harrislee, Glücksburg und Langballig touristisch gemeinsam vermarktet werden sollen - erhofft sich Witt Impulse. "Er kennt den Tourismus in der Region und kann sich mit einbringen."

Finn Jensen, der bei der FFT seit 2003 aktiv ist, war zuletzt vorwiegend als Projektleiter im Veranstaltungsmanagement in Erscheinung getreten. Er nehme die Herausforderung gern an, betonte er. "Ich werde die bisherige erfolgreiche Arbeit fortführen und die Gründung der lokalen Tourismusorganisation vorantreiben." Die LTO könnte Anfang 2011 ihre Arbeit aufnehmen, hat John Witt in Aussicht gestellt.
Ein alter Hase ist der Neue
Die scheidende FFT-Chefin Isabella von Philippovich, stellvertretende Vorsitzende der Marketingkooperation Städte in Schleswig-Holstein (MakS), begrüßte die Wahl ihres Nachfolgers: "Ich freue mich, dass Finn Jensen ab April das Ruder bei der FFT übernehmen wird." Schließlich sei er mit den vielfältigen Aufgaben, die dort auf ihn warten, vertraut.

Ob diese Einschätzung künftig geteilt wird und die Arbeit Jensens breiten Rückhalt findet, bleibt abzuwarten. Jedenfalls haben sich eine Vielzahl von Flensburger Kultureinrichtungen - vom Aktivitetshuset über den Bach-Chor bis zum Museumshafen - in einem offenen Brief (Auszüge rechts) zu Wort gemeldet. Darin werden in teilweise scharfer Formulierung Versäumnisse aus der Vergangenheit angeprangert sowie aktuell große Defizite angemahnt.

So würden überregional und international bedeutende Ereignisse nicht touristisch relevant beworben. FFT habe sich hingegen mit "fragwürdigen Events" in Szene gesetzt. Man verbinde mit der Neubesetzung die Hoffnung, dass " im Werben um auswärtige Besucher die reiche Kulturlandschaft der Stadt besser genutzt wird".

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