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Flensburger Tageblatt

20. August 2017 | 10:28 Uhr

Workshop : Film ab! Comenius-Schüler kreativ

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Co-Produktion mit der Volkshochschule: Schülerinnen und Schüler drehen und produzieren einen Kurzfilm für das Projekt „talentCAMpus“.

Dass Schüler am 1. Mai und damit während der Osterferien, um 9 Uhr in die Comenius-Schule wollten, konnte der Hausmeister nur schwer glauben. Es stimmte aber. Die zwölf Jugendlichen drehten in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Flensburg einen Kurzfilm. Für das Projekt „talentCAMPus“ trafen sich die Zehn- bis 16-Jährigen täglich, um in verschiedenen Workshops Schauspielerei, Regieführung und Filmschnitt zu lernen.

„Nebenbei“ überlegten sie sich zusammen ein Drehbuch und setzten es dann schauspielerisch um. Das entstandene Rohmaterial wurde mit Hilfe eines professionellen Programms am Computer geschnitten und mit Musik unterlegt. Das Thema für den Film war „Schule der Zukunft“ und gab den Jugendlichen die Möglichkeit, Bildung und Gesellschaft aus ihrer Perspektive zu betrachten – auch in den Ferien.

Jens Koll, Koordinator der Comenius-Schule, erzählt: „Es ist wichtig, dass Jugendliche Medien nicht nur konsumieren, sondern auch selber gestalten“. So sieht es auch der Deutsche Volkshochschul-Verband, der das Projekt „talentCAMPus“ 2013 ins Leben gerufen hat, damit Jugendliche den Umgang mit neuen Medien lernen und ihn kritisch hinterfragen.

Der Film handelt von einem Freundeskreis, in dem alle Fußball spielen und davon träumen, Fußballprofi zu werden. Eines Tages kommt ein Talentsucher und wählt einen der Jungen aus. Ab diesem Zeitpunkt dürfen die anderen nicht mehr auf dem Fußballplatz spielen. Nur noch der Auserwählte trainiert. Es gibt einen Schnitt, und man sieht die Lebensentwicklung der einzelnen Personen.

Jugendbildungsreferent Ingo Mertins betont, dass die Personen verschiedene Charakterzüge haben und sich diese auch mit der Zeit verändern. „Es ist schön, dass die Kooperation mit der Volkshochschule so gut angenommen wird“, sagt er. „Die Schüler lernen auf diese Weise die Schule nicht nur als Lernort kennen, sondern auch als Lebensort, wo man Spaß haben kann“, ergänzt Jens Koll. Man fördere ebenfalls das Demokratieverständnis der Schüler, weil sie ihre eigenen Ideen abwägen und letztlich die beste Lösung finden müssen.

Die Gruppe besuchte auch den NDR in Kiel und schaute einem Bildgestalter bei der Arbeit über die Schulter. Maximilian erzählt: „ Ich habe schon mehrere Filmprojekte mitgemacht und kann mir mittlerweile vorstellen, so einen Beruf später zu machen.“ Franziska Göttsche organisierte das Projekt mit und erklärt, dass praktisch erlerntes Filmhandwerk ein Grundstein zur Medienkompetenz ist. „Man kann sehen, wie leicht es ist, Medien zu manipulieren, wenn man etwas weglässt oder hinzufügt.“ Der Film soll in Kürze in der Comenius-Schule gezeigt werden. Vielleicht weckt er noch mehr Neugier bei weiteren Schülern, so dass es in den nächsten Ferien heißt: Fortsetzung folgt.


 

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erstellt am 05.Mai.2014 | 10:00 Uhr

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