Neue Arbeitsplätze : FFG kauft altes Danfoss-Werk in Flensburg

Viel Verkehr an der Werftstraße:  In der Zentrale der Fahrzeugbau-Gesellschaft brummt es. Foto: Michael Staudt
Viel Verkehr an der Werftstraße: In der Zentrale der Fahrzeugbau-Gesellschaft brummt es. Foto: Michael Staudt

Die Flensburger Fahrzeugbau-Gesellschaft (FFG) aus der Werftstraße übernimmt das frühere Kompresorenwerk von Danfoss. Das Unternehmen ist gewachsen.

shz.de von
05. April 2013, 09:20 Uhr

Flensburg | Die Flensburger Fahrzeugbau-Gesellschaft (FFG) mit ihrer denkmalgeschützten Zentrale an der Werftstraße hat eine imposante Niederlassung im Flensburger Norden: Die FFG hat vom Danfoss-Konzern das fast 130.000 Quadratmeter große Grundstück mit seinen Produktionshallen und Büroflächen gekauft. Über den Kaufpreis wollte sich FFG-Chef Norbert Erichsen am Mittwoch nicht äußern: "Wir investieren ständig in Knowhow und haben allein in die Entwicklung unserer Fahrzeuge mehrere Millionen Euro gegeben", sagte Erichsen. Allein der Maschinenbaupark werde in diesem Jahr für 2,5 Millionen Euro erweitert.

Die FFG zieht sich mit dem Danfoss-Deal aber keineswegs aus der Werftstraße zurück - im Gegenteil: An beiden Standorten sollen zusätzliche Fertigungskapazitäten aufgebaut werden, betonte Erichsen. Auf dem früheren Danfoss-Areal an der Mads-Clausen-Straße will die FFG eine Reihe von Aktivitäten ansiedeln, die bisher auf verschiedene Standorte im Bundesgebiet verteilt war. Dazu gehöre beispielsweise die Instandsetzung von Lastwagen für die Bundeswehr oder das relativ neue Geschäftssegment der mobilen Gliederbrücken: "Wir bauen zum Beispiel temporäre Brücken für den Einsatz in Naturschutzgebieten in Mexiko", erklärte Erichsen. Dies geschehe bislang am Standort Kirchen 80 Kilometer von Köln entfernt. Der Standort Eggebek mit seinen rund 25 Mitarbeitern werde zudem aufgegeben und ebenfalls in der neuen Niederlassung Mads-Clausen-Straße integriert. Mit rund 50 Mitarbeitern werde dieser Standort zunächst arbeiten.

Zwei Hallen werden sofort bezogen

Auch die Belegschaft der Zentrale an der Werftstraße sei zuletzt stark gewachsen - um 55 auf nun 475 Mitarbeiter: "Wir haben relativ viele Ingenieure eingestellt, auch von der Fachhochschule." Auch an der Werftstraße soll die Produktion ausgedehnt werden - vor allem im Kerngeschäft des Maschinenbaus, weil hier am Hafen die großen Krananlagen stehen.

Auf das Danfoss-Areal umziehen werde dagegen auch die Umwelttechniksparte mit der Fertigung von Saug- und Spülfahrzeugen. "Für die FFG ist der Kauf der Liegenschaft äußerst wichtig und ein wesentliches Element für zukünftiges erfolgreiches Wachstum im zivilen und wehrtechnischen Bereich", sagte der FFG-Geschäftsführer. Die Hallen 2 und 3 auf dem Danfoss-Areal würden sofort bezogen, man habe zudem gerade Maschinen von einem Maschinenbaubetrieb aus Jarplund erworben.

Lob für Stadt und Wirtschaftsförderung

In Halle 1 wird das Nachfolgeunternehmen der Danfoss-Kompressorensparte, Secop, mit seinen gut 100 Mitarbeitern weiter Mieter bleiben. Zusätzlich sei geplant, weitere freie Produktions- und Bürokapazitäten zu vermieten.

Ein ausdrückliches Lob von der FFG beim Zustandekommen des Danfoss-Deals ging an die Stadt und ihre Wirtschaftsförderung Wireg. Erichsen: "Diese Unterstützung wird auch in Zukunft für die weitere Entwicklung des Geländes erforderlich sein."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen