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Bilanz in Harrislee : Feuerwehrleute helfen behindertem Jungen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Frank Brodersen und Ralf Schuberack organisieren Spendensammlung für Jeppe Wölffel / Die drei Harrisleer Ortswehren zogen Bilanz des vergangenen Jahres

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2017 | 07:43 Uhr

Dass Feuerwehrleute ihren Mitmenschen auch ganz anders helfen können als durch Löschen und Retten, zeigte sich in der Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr Harrislee. Mit großem Applaus wurde die Initiative von Frank Brodersen und Ralf Schuberack begrüßt, sich als Feuerwehrleute an den Aktionen zugunsten des vierjährigen Jeppe Wölffel zu beteiligen. Jeppe ist nach Sauerstoffmangel bei der Geburt schwerstens mehrfach behindert und benötigt eine spezielle Ausrüstung, zu der ein behindertengerecht ausgestatteter Kleinwagen gehört (wir berichteten). Seine Familie ist mit diesen Anschaffungen finanziell überfordert. Ein Teil der Lasten wird von der Just-Hansen-Stiftung übernommen, aber weitere Hilfe ist willkommen. Innerhalb der drei Ortsfeuerwehren Harrislee, Niehuus und Kupfermühle soll jetzt gesammelt werden, außerdem unterstützt die Feuerwehr mit Fahrzeug und Personal den Aktionstag zugunsten von Jeppe am 29. April an der Flensburger Hafenspitze.


Engagement im Brandschutz


In der Jahresbilanz sprach Gemeindewehrführer Tim Borchardt den Digitalfunk und die neuen Pager an, deren Einführung dank des Einsatzes von Kay Andersen, Michael Zell und André Karsten weitgehend problemlos funktioniert habe. Weiter lobte er die Zusammenarbeit im Verbund H2O (Harrislee-Handewitt-Oeversee), in dem die Ausbildung für Truppmänner und -frauen sowie Truppführer organisiert ist.

Diese werde seit einigen Jahren durch den engagierten Einsatz von ehrenamtlichen Mitgliedern der beteiligten Wehren (aus Harrislee Chris Behrendsen, Alexander Bock, Kay Andersen, Kevin Carstensen und Mathies Müller) getragen und habe sich als eine Erfolgsgeschichte erwiesen, wie auch Frank Thiel, Wehrführer aus Handewitt, bestätigte.

Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld der Gemeindefeuerwehr Harrislee waren die Brandschutzerziehung und der vorbeugende Brandschutz, über die Benjamin Hildebrandt berichtete. Diese Arbeit erfuhr im vergangenen Jahr zusätzliche Unterstützung durch die Gemeinde Harrislee, die jetzt einen Teil des Verdienstausfalls übernimmt und es den beteiligten Mitgliedern somit erleichtert, in Kindergärten, Schulen und in Betrieben über Gefahren und das richtige Verhalten im Notfall aufzuklären.

Vielleicht ist es auch diesem vorbeugenden Brandschutz zu verdanken, dass der stellvertretende Wehrführer Dirk Thomsen unter den 94 Einsätzen der drei Harrisleer Feuerwehren im abgelaufenen Jahr nur zwei größere Feuer registrieren musste.

Den Dank der Gemeinde an die über hundert Anwesenden überbrachte Bürgermeister Martin Ellermann. Er nannte die Arbeit einen „vorbildlichen Dienst für die Gemeinschaft“. „Sie“, sprach Ellermann die Feuerwehrleute an, „verhindern, dass sich Brände zu Flächenbränden ausweiten“.

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