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Neue Ausstattung der Fahrzeuge : Feuerwehr rüstet auf Digitalfunk um

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bis Mitte 2016 sollen alle Fahrzeuge in Flensburg umgestellt sein. 292 Handsprechfunkgeräte und Handbedienhörer werden in den Wagen installiert.

Flensburg | Als erste Feuerwehr Schleswig-Holsteins hat die Flensburger Berufsfeuerwehr damit begonnen, ihre Fahrzeuge auf Digitalfunk umzurüsten. Rund 100 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, des Rettungsdienstes und der Hilfsorganisationen der Stadt werden in den kommenden Wochen und Monaten mit den neuen technischen Geräten ausgerüstet. Die Installation der Funkanlagen und die damit verbundenen Umbauten in den Fahrzeugen hat die Firma Thaysen Telecom aus Harrislee übernommen. Aus einer landesweiten Sammelbeschaffung erhielt die Berufsfeuerwehr Flensburg Geräte und Zubehör im Wert von rund 314  000 Euro. Insgesamt werden 292 Handsprechfunkgeräte und Handbedienhörer in den Fahrzeugen installiert.

„Noch bis 2017 werden wir zweigleisig fahren“, berichtet Mark Rücker, der Fernmeldesachbearbeiter der Flensburger Berufsfeuerwehr. „Zunächst werden die Rettungswagen der Stadt Flensburg mit der digitalen Funktechnik ausgerüstet, die Fahrzeuge der Feuerwehr und die der Hilfsorganisationen werden im Anschluss folgen“, so Rücker, „nach einer Schulung der Mitarbeiter soll dann fortan auch digital kommuniziert werden.“ Dadurch, dass sowohl der analoge Funk, als auch der digitale Funk gleichzeitig in den Fahrzeugen vorhanden ist, ist es auch möglich, dass die Rettungswagen bereits auf Digitalfunk umsteigen, während die Fahrzeuge der Feuerwehr noch analog funken. Die unterschiedlichen Einsatzmittel können sich so dennoch verständigen.

Für die Installation der digitalen Funktechnik sind Umbauten in den Einsatzfahrzeugen notwendig. Die Funkanlagen lassen sich nicht einfach nur austauschen. Da der analoge und digitale Funk parallel genutzt werden soll, müssen unter anderem neue Kabel in den Fahrzeugen verlegt und Halterungen für die neuen Funkarmaturen eingebaut werden. Der Umbau der Fahrzeuge erfolgt im laufenden Betrieb und Fahrzeug für Fahrzeug. So kommt es zu keinen Ausfällen von Rettungsmitteln und es werden keine Ersatzfahrzeuge benötigt.

Für Stefan Petersen von der Firma Thaysen Telecom ist der Einbau der digitalen Funktechnik in die Einsatzfahrzeuge bereits Routine: „Von 2012 an haben wir bereits 400 Einsatzfahrzeuge umgerüstet“, berichtet Petersen, „darunter Fahrzeuge der Bereitschaftspolizei aus Eutin und Fahrzeuge des Technischen Hilfswerk.“ Rund einen Tag brauchen die Fachkräfte für den Um- und Einbau der Funktechnik. In der Funkwerkstatt von Mark Rücker und seinem Kollegen Christian Hoffmann-Timm stapeln sich die Lieferungen der Firma Motorola, von der die neuen Funkgeräte stammen. Je nach Fahrzeugtyp erhalten die Einsatzmittel eine unterschiedliche Anzahl der neuen Funkgeräte. Ein Rettungswagen bekommt fortan zwei Handbedienteile (eines vorne und eines hinten im Behandlungsraum) vom Typ Motorola MTM800ET und ein Handsprechfunkgerät vom Typ Motorola MTP850, welches die Mitarbeiter fortan aus der Halterung im Fahrzeug mit an die Einsatzstelle nehmen können.

Auch für den Chef der Flensburger Berufsfeuerwehr, Carsten Herzog, ist der Umstieg auf die digitale Technik ein weiterer Schritt bei der Modernisierung seiner Feuerwehr. „Für uns bietet der Digitalfunk eine Reihe von Vorteilen und Verbesserungen im Einsatzgeschehen“, erklärt Herzog, „eine kreisüberschreitende Kommunikation kann nun ohne den Kanalwechsel am analogen Funkgerät erfolgen, die Kommunikation mit der Polizei wird erleichtert, je nach Einsatzlage und Einsatzaufkommen kann man Fahrzeuge in unterschiedliche Funkgruppen aufteilen und der digitale Funk ist abhörsicher.“

Bis Mitte 2016 möchten Mark Rücker und seine Kollegen alle Fahrzeuge in Flensburg umgerüstet haben. Auch bei der digitalen Alarmierung der Einsatzkräfte wird es im kommenden Jahr einen Schritt nach vorne geben. Auch die Funkmeldeempfänger erhalten ihre Alarmierungen dann verschlüsselt und abhörsicher.




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erstellt am 01.Okt.2015 | 14:30 Uhr

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