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Flensburg-Mürwik und Neustadt : Feuer wütet in Kleingarten-Kolonie

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Osbek: Vier Gartenlauben komplett zerstört - und in der Neustadt sichert die Feuerwehr in großer Höhe an einem Kran ein vom Sturm gelockertes Firmenschild

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2016 | 06:45 Uhr

Die Flammen loderten meterhoch: Ein Feuer hat in der Nacht zu gestern vier Gartenlauben in der Gartenkolonie „Osbek“ nahe der Ostseeschule im Stadtteil Mürwik zerstört. Nachbarn hatten den Brand kurz nach Mitternacht bei der Rettungsleitstelle gemeldet. Diese alarmierte daraufhin den Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Engelsby und zur Sicherheit einen Rettungswagen.

Als die Einsatzkräfte den Brandort erreichten, standen mehrere Lauben lichterloh in Flammen. Die Männer der Feuerwehr mussten zunächst eine mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung zum nächsten Hydranten verlegen, um die Löschwasserversorgung sicherzustellen. Dennoch konnten die Profis der Flensburger Berufswehr, unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr Engelsby, nicht verhindern, dass die Holzhütten niederbrannten. Von dem einstigen Gartenidyll blieben nur verkohlte Balken und Bretter übrig. Der heftige Sturm dürfte die Löscharbeiten nicht gerade erleichtert haben.

Erst nach rund einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle gebracht. Die Nachlöscharbeiten zogen sich lange hin, da die Trümmer der Laube auseinander gezogen und die Glutnester abgelöscht werden mussten. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Die Flensburger Polizei hat die Ermittlungen zur bislang unbekannten Brandursache aufgenommen.

Schon im Laufe des zweiten Weihnachtstages, an dem der Sturm „Barbara“ kontinuierlich an Stärke zugenommen hatte, waren die Kräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz (wir berichteten). Am Dienstagmorgen ging es nahtlos weiter: Erneut liefen mehrere Notrufe bei der Feuerwehr auf. An der Ansgar Kirche im Stadtteil Mürwik, drohte bei einem Glockenturm die Einfassung wegzufliegen.

Ein besonders heikler Einsatz rief die Feuerwehr wenig später zu einem Neubauprojekt in der Neustadt. Ein einem rund 40 Meter hohen Baukran in der Gartenstraße hatte sich im oberen Bereich ein rund zwei mal drei Meter großes Schild gelöst. Beim Eintreffen der Feuerwehr hing das massive Werbeschild des Bauunternehmens nur noch im oberen Bereich fest, das Schild drohte abzustürzen.

Da an den Festtagen und rund um den Jahreswechsel auf der Baustelle nicht gearbeitet wird, musste ein Höhenretter der Berufsfeuerwehr in den Kran auf rund 28 Meter Höhe aufsteigen – die Drehleiter mit nur 23 Metern Reichweite hatte sich als zu kurz erwiesen. Der Kletterer der Berufsfeuerwehr konnte das massive Schild mit Tauen und Bindematerial letztlich am Kran sichern und ein Abstürzen verhindern. Die Kosten für den Hilfseinsatz wird dem Bauunternehmen von der Feuerwehr vermutlich in Rechnung gestellt.

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