Esgrus : Feuer vernichtet Reetdachhaus

Bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist ein Reetdachhaus in der Holzkoppel in Esgrus.
Bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist ein Reetdachhaus in der Holzkoppel in Esgrus.

70 Einsatzkräfte aus fünf Wehren in Esgrus im Einsatz . Verletzt wurde niemand.

shz.de von
07. Juli 2018, 12:00 Uhr

Esgrus | Als die Wehren eintrafen, brannte das Gebäude bereits lichterloh – und das Feuer fand im Reetdach reichlich Nahrung. Für die freiwilligen Helfer aus Wippendorf, Esgrus, Niesgrau-Koppelheck, Grünholz und Sterup – rund 70 an der Zahl – gab es in der Holzkoppel in Esgrus kaum noch etwas zu retten. Sie konzentrierten sich vielmehr darauf, die in 150 Metern Entfernung liegenden Häuser – ebenfalls mit Reet gedeckt – vor dem Funkenflug zu schützen. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt.

Das in der Nacht zu gestern vom Feuer vernichtete Reetdachgebäude, das aus dem Jahr 1904 stammt und zwischen Holzkoppel in Esgrus, Niesgrau und Stangheck als Ferienhaus dient, liegt abseits an einem Feldweg, umgeben von Wald, Weizen- und Maisfeldern. Es war erst im vergangenen Jahr neu eingedeckt worden.

Kurz nach 3 Uhr in der Nacht war die Bewohnerin eines Hauses in der Nachbarschaft durch einen lauten Knall aufgeschreckt worden. Als sie aus dem Fenster schaute, sah sie das Ferienhaus, dessen Bewohner nicht anwesend waren, bereits in voller Ausdehnung brennen und alarmierte umgehend die Feuerwehr.

Die Löscharbeiten gestalteten sich, was die Wasserversorgung anbetrifft, sehr schwierig, weil der nächstgelegene Hydrant sich in rund 500 Metern Entfernung befindet. Also, so berichtete Wippendorfs Wehrführer Johannes Brummack, wurde während Feuerwehrmänner die Schlauchleitungen aufbauten, für den ersten Löschangriff die Kapazitäten der wasserführenden Fahrzeuge der Feuerwehren von Niesgrau-Koppelheck und Gulde-Schörderup genutzt. Außerdem wurden nicht nur zum Brandobjekt Schlauchleitungen gelegt, sondern auch gleich zu den benachbarten Reetdachhäusern – um im Falle eines Übergreifens des Feuers gewappnet zu sein.

Bis in den gestrigen Abend hinein waren Aktive der Wippendorfer Wehr vor Ort. Bei ihrer Brandwache hatten sie die Ruine, aus der es noch qualmte, fest im Auge, um gegebenenfalls einzugreifen.

Was den Schaden betrifft, schätzt Wippendorfs Wehrführer diesen auf rund 400 000 Euro. Hinsichtlich der Brandursache besteht noch Unklarheit. In diesem Zusammenhang weist Johannes Brummack darauf hin, dass es in der vergangenen Woche in Boltoft ein ähnliches Feuer gab. Da brannte frühmorgens ein leerstehendes Gebäude nieder.

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