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Flensburger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 07:44 Uhr

Folk-Baltica 2015 : Festival mit Meeresrauschen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Nordsee – Ostsee“ ist das Motto der elften Folk-Baltica vom 6. bis 10. Mai / Sofia Karlsson und Dougie MacLean setzen Akzente

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2015 | 12:15 Uhr

Das elfte Folk-Baltica-Festival vom 6. bis 10. Mai bringt ein dickes Bündel an Neuerungen mit sich. Musik von den Shetland-Inseln und von der Insel Föhr. Erstmals gibt es einen Hauskünstler, einen „artist in residence“, erstmals auch ein großes Schulkonzert im Deutschen Haus. Neue Spielstätten sind dabei, eine neue Geschäftsführerin und – vielleicht das wichtigste – das erste Festival mit einem Verein als Träger. Wäre der vor vier Monaten nicht gegründet worden, würde es Folk-Baltica heute vermutlich nicht mehr geben.

Mit viel Enthusiasmus präsentierte Harald Haugaard, der künstlerische Leiter des Festivals, das Programm. Und gab auch gleich eine Kostprobe, zusammen mit Rune Tonsgaard Sørensen, dem künftigen Hausgeiger des Festivals, Mitglied der Gruppe „Dreamer’s Circus“ und des Dänischen Streichquartetts, das gerade einen wichtigen Preis gewonnen hat und für eine weitere Premiere beim Festival sorgt. Erstmals tritt ein klassisches Kammerensemble auf.

In seinem elften Jahr erweitert das Festival erneut sein Spektrum. „Nordsee – Ostsee“ ist der geographisch-thematische Schwerpunkt in diesem Jahr, und so sind erstmals Musiker aus Schottland und von den schottischen Shetland-Inseln dabei. „Musik aus Schottland klingt anders als Musik aus Litauen“, sagte Harald Haugaard bei der Vorstellung des Programms. Und die Bands von Föhr und Fanø werden anders klingen als die Musiker von Alsen und aus Angeln. „Die zwei Meere haben immer schon eine große Bedeutung für die Menschen hier gehabt“, so Haugaard. Der künstlerische Leiter legte ein flammendes Bekenntnis zum Festival und für seine weitere Existenz ab. „Folk-Baltica ist eine gute Geschichte, und die hat eine eigene Kraft, die unabhängig ist von Personen.“ Als das Festival im vergangenen Jahr auf der Kippe stand, habe man die Festivalorte bereist und sei überall nur auf positive Resonanz gestoßen. Das gelte auch für die Förderer und Sponsoren, berichtete Interims-Geschäftsführer Torge Korff. „Wir haben in den vergangenen Jahren das Niveau des Festivals von Jahr zu Jahr erhöht, und ich bin mir sicher, dass es uns auch dieses Mal gelingen wird.“

2006 beim zweiten Festival war sie ein Newcomer, mittlerweile ist sie in Schweden ein Star und international gefragt: Die Sängerin Sofia Karlsson ziert die Titelseite des Programmhefts und ist so etwas wie der Headliner des Festivals. Sie trifft im Deutschen Haus auf die Sängerin Dota Kehr und ihre Stadtpiraten. Mit Dougie MacLean hat Haugaard eine schottische Folk-Legende verpflichtet; zusammen mit der Föhrer Folkband „Kalüün“ und „Fiddler’s Bid“ von den Shetland-Inseln bestreitet er unter dem Motto „Ready for the Storm“ eines der Hauptkonzerte.

Hauskünstler Rune Tonsgaard Sørensen ist gleich mit zwei Ensembles dabei. Mit dem klassischen „Danske Strygekvartet“ spielt er in Lügumkloster, mit seiner Band „Dreamer’s Circus“ in Kiel und Büdelsdorf. Insgesamt verteilt Folk-Baltica 30 Veranstaltungen auf insgesamt 27 Festivalorte nördlich und südlich der Grenze. Erstmals bespielt werden der Charlottenhof in Klanxbüll/Nordfriesland und das folk-affine Gemeindezentrum Engelsby in Flensburgs Osten. Für das Schulkonzert am 8. Mai im Deutschen Haus mit den Gruppen „Kalüün“ und „Tumult“ kann man sich bereits anmelden. Im vergangenen Jahr kamen rund 5000 Zuschauer zu den Konzerten. In diesem Jahr plant das Festival mit einem Etat von rund 230  000 Euro.

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