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Fünf Konzerte : Festival entdeckt Flensburg neu

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Schleswig-Holstein Musik Festival ist im Sommer mit Murray Perahia, Sol Gabetta, Max Raabe und Anna Depenbusch zu Gast.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2014 | 11:36 Uhr

Man höre und staune: Wurde Flensburg in der Vergangenheit vom Schleswig-Holstein Musik Festival auf bemerkenswerte Weise stiefmütterlich behandelt, so darf sich die Stadt in diesem Jahr auf musikalische Glanzlichter freuen. Gleich fünf Konzerte stehen an drei verschiedenen Spielorten auf dem Programm.

Dieser Erfolg ist nicht zuletzt Oberbürgermeister Simon Faber zu verdanken, der in den letzten Monaten in engem Kontakt mit dem neuen SHMF-Intendanten Christian Kuhnt gestanden hat. Beide haben sich in der Fördestadt mehrfach zu Gesprächen getroffen, in denen auch die Einbeziehung neuer Spielstätten eruiert wurde. Der Einsatz hat sich offensichtlich ausgezahlt. „Christian Kuhnt zeigte sich von Anfang an sehr aufgeschlossen, Flensburg zu einem größeren Schwerpunkt unter den Veranstaltungsorten zu machen“, freut sich Faber. Das spiegele sich nun im Programm mit vier attraktiven Konzerten wider.

Auch die Vorsitzende des Kulturausschusses, Gabriele Stappert, bewertet die Entwicklung positiv: „Mit den Konzerten in der Flens-Arena und der Robbe & Berking Werft werden auch inhaltlich neue Akzente gesetzt. Ich bin mir sicher, dass das Schleswig-Holstein Musik Festival auf ein interessiertes Publikum treffen wird.“ Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall, des Öfteren waren die Stuhlreihen im Deutschen Haus nur spärlich besetzt.

Zur Premiere in der Werfthalle kommt am 13. August die Hamburger Produzentin, Schreiberin und Sängerin Anna Depenbusch. Sie hat ihr Album „Sommer aus Papier“ im Gepäck, allerdings keine Band – sie wird sich selbst am Klavier begleiten. Fröhlich, flirrend und leicht kommen ihre Songs daher, passend zur Jahreszeit, mit poetisch angehauchten Texten. Mit dieser Melange hat die Liedermacherin sich eine feste Fan-Gemeinde erobert.

Einer der herausragenden Tastenkünstler unserer Zeit ist Murray Perahia, der nicht nur am Flügel zu sitzen pflegt, sondern gern auch dirigiert. Nicht anders wird es am 21. August im Deutschen Haus sein, wenn er mit seinem derzeit bevorzugten Orchester, der Academy of St Martin in the Fields, Werke von Mendelssohn, Haydn und Mozarts Klavierkonzert d-Moll (KV 466) zu Gehör bringen wird.

Genau wie Murray ist Sol Gabetta ein Star der Klassikszene. Zusammen mit dem dynamisch aufpielenden Ensemble Il Giardoni Armonico widmet sich die charismatische Cellistin am 7. August dem Barock: Telemann, J. S. Bach und C. Ph. E. Bach serviert sie auf ihrem kostbaren Guadagnini-Cello aus dem Jahr 1759.

Last but not least lässt sich Max Raabe mit seinem Palast Orchester mal wieder an der Förde blicken. Bereits am 6. Juli wird er versuchen, die Flens-Arena zu füllen. Natürlich nicht ohne Smoking, Einstecktuch und Manschettenknöpfe: „Für Frauen ist das kein Problem.“


Karten online: bestellung@shmf.de

 

 

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