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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 10:39 Uhr

Glücksburg : Ferienwohnungen statt Hotelzimmer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Intermar: Brandschutz-Arbeiten für 1,5 Millionen Euro sollen im Mai fertig sein / Noch kein Zeitplan für die weitere Sanierung

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2016 | 11:10 Uhr

Das Intermar an der Promenade in Glücksburg-Sandwig wird kein Hotel mehr sein. Stattdessen plant das Immobilien-Unternehmen Densch & Schmidt, das 2011 den Großteil des Gesamtkomplexes erworben hat, die Umwandlung der Zimmer in Ferienwohnungen. Diese sollen anschließend verkauft oder vermietet werden, wie Stefan Densch gegenüber dem Flensburger Tageblatt erklärte.

Nach Jahren der Stagnation, in denen das deutlich in die Jahre gekommene Haus immer unansehnlicher wurde, passiert jetzt etwas an der Fördestraße. Nachdem die Bauaufsicht des Kreises Schleswig-Flensburg eine letzte Frist für die Erneuerung des Brandschutzes gesetzt hatte, haben die Arbeiten dafür Mitte Januar begonnen. Sie sind aufwendig, nach Tageblatt-Informationen werden hierfür 1,5 Millionen Euro aufgewendet, die zum größten Teil von Densch & Schmidt getragen werden. Den kleineren Teil tragen die privaten Eigentümer, die über rund 50 Zimmer beziehungsweise Appartements in verschiedenen Größen und Ausstattungsvarianten verfügen. Die privaten Einheiten und die früheren Hotel-Zimmer liegen nicht in unterschiedlichen Teilen des Gebäudes, sondern sind gemischt übers Haus verteilt.

Der Zeitplan für die Brandschutz-Sanierung sieht Arbeiten bis Ende April oder Anfang Mai vor. Der Januar war vorgesehen für Abbrucharbeiten im Inneren; so wurden auf den Fluren alle Decken entfernt. Im Februar sollen wie schon im Januar so genannte T30- und T90-Türen eingebaut werden. Die Zahlen stehen für die Zahl der Minuten, die so eine Tür im Fall der Fälle einem Feuer standhalten und sich dann noch öffnen lassen muss.

Sehr zeitaufwendig ist die Installation einer neuen Brandmelde- sowie einer neuen Lüftungsanlage. Als weiterer Fluchtweg wird im rückwärtigen Bereich außen ein Treppenturm angebaut. Hierfür sind die Arbeiten bis Ende März vorgesehen, wie dem Bauzeitenplan zu entnehmen ist. Auch der Dachdecker wird einige Wochen beschäftigt sein, bevor die Decken erneuert werden und der Maler alles wieder schön machen kann.

Für die weiteren Sanierungsarbeiten liegt noch kein Zeitplan vor. „Die Basisflächen sollen zukünftig gastronomisch beziehungsweise mit einem dem Tourismus naheliegenden Gewerbe genutzt werden“, so Stefan Densch weiter. „Hier werden bereits Gespräche geführt.“

Alle Planungen rund um das Intermar werden durch die Beteiligung vieler Eigentümer erschwert; dabei ist es in der Vergangenheit auch zu Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen zwischen Densch auf der einen und den privaten Eigentümern auf der anderen Seite gekommen; Rechtsanwälte sind mit der Angelegenheit befasst.

Während das aus den 70ern stammende Haus mit seinen Betonfassaden keine Zierde für Glücksburgs Schauseite mehr ist, begeistert der Blick in die andere Richtung nach wie vor den Besucher: Aus den Appartements und von den Balkons bietet sich ein prächtiges Panorama über die neue Anlage, den Strand und die Innenförde. Es wird deutlich, dass die Immobilie allein aufgrund ihrer Lage nach wie vor höchst attraktiv ist und viel Potenzial für eine Hotel- oder eine andere Nutzung bietet.

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