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Flensburger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 06:05 Uhr

Ferienhäuser an der Küste beliebter

vom

Käufer schätzen Objekte als Kapitalanlage und privates Urlaubsdomizil

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | Die Deutschen kaufen immer mehr Ferienhäuser, bevorzugt in der Heimat. Jeder zweite Käufer setzt dabei auf die Küste. Hier ist in den vergangenen drei Jahren die Zahl der neu erworbenen Ferienhäuser deutschlandweit am stärksten gestiegen: um 12,8 Prozent an der niedersächsischen Nordsee, gefolgt von den Ostsee-Inseln mit 11,1 Prozent und der Ostsee Schleswig-Holsteins mit 7,4 Prozent. Favoriten waren Timmen dorfer Strand und Scharbeutz. Die Zahlen hat das Maklerunternehmen "Engel & Völkers" mit dem Ferienhausvermieter "Home Away FeWo-direkt" erhoben. Für ihre Studie befragten sie 2700 Eigentümer von Ferienimmobilien.

"Das Ferienhaus profitiert vom Trend, dass sich Reisende auch im Urlaub wie zu Hause fühlen wollen", sagt Tobias Wann von "Home Away". Marc Euler, Sprecher der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, bestätigt: "Bei Touristen sind Ferienhäuser extrem beliebt. Man kann sich selbst versorgen, sein Haustier mitbringen, hat vielleicht sogar einen kleinen Garten für die Kinder."

Laut Studie ist der Anteil der Ferienhausnutzer allein im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent gestiegen. Die Kehrseite: Die Preise steigen. Für ein Ferienhaus auf einer Nordsee-Insel legten Käufer zuletzt durchschnittlich 295 000 Euro auf den Tisch, auf den Ostsee-Inseln waren es 230 000 Euro. An der Ostsee kosteten Objekte durchschnittlich 160 000 Euro, an der Nordsee 150 000 Euro.

Das Motiv beim Kauf: Das Haus gilt nicht nur als selbst genutztes Urlaubsziel, sondern als Kapitalanlage und Standbein der Altersvorsorge. "Grundsätzlich werde die Ferienimmobilie als krisensicherer Sachwert gesehen, mit dem auch noch Geld verdient werden kann", sagt Kai Enders, Vorstand bei "Engel & Völkers". In den vergangenen zehn Jahren sei der Wert der Ferienhäuser auf den Nordsee-Inseln um 33 Prozent gestiegen, auf dem Festland um 32 Prozent und auf den Ostsee-Inseln um 26 Prozent.

Während sich im Norden laut Studie Ferienhäuser noch großer Beliebtheit erfreuen, ist bezogen auf ganz Deutschland der Boom bereits überschritten. Er war im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge leicht rückläufig.

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