Hürup : Feiertage auf dem Sportplatz

Sturm auf das „KKL 2018“ auf dem Sportplatz in Hürup
Sturm auf das „KKL 2018“ auf dem Sportplatz in Hürup

Beim Kleinen-Kleckse-Lager in Hürup mit 160 Kindern und Jugendlichen herrscht Zeltlager-Feeling pur.

shz.de von
21. Juli 2018, 12:15 Uhr

Hürup | Von Vorfreude erfüllt, warteten auch in diesem Jahr wieder 160 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren aus Hürup und Umgebung auf den Countdown für „die beste Jahreszeit in Hürup“, um dann den Sportplatz in Hürup zu erstürmen auf der Suche nach „ihrem“ Zelt. Auch bei seiner 16. Auflage schien der Bann des „KKL“ (Kleine-Kleckse-Lager) ungebrochen. Zum ersten Mal konnten wegen der übergroßen Nachfrage zum „größten Bedauern des Organisationsteams“ nicht alle Kinder aufgenommen werden.

Die rund 40 männlichen und weiblichen Betreuer teilen die leidenschaftliche Begeisterung für das KKL mit den „Lakis“ (Lagerkinder) und haben für das einwöchige Sommerspektakel vor der eigenen Haustür in unzähligen Vorbereitungsstunden ein Programm ausgearbeitet, das allen Kindern Feriencamp-Atmosphäre mit Spaß, Spiel, Sport und Abenteuer garantieren und keine Wünsche offen lassen sollte. Dabei konnten die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf langjährige Erfahrungen als „Teamer“ zurückblicken.

Manchmal wird ein bestimmtes Motto zum Leitmotiv der Aktivitäten, zum Beispiel am „Rocker-“ oder „Feiertag“. Auf dem Plan stehen außerdem Großspiele wie Bonanza oder „Takeshi‘s Castle“ sowie abendliche Shows, Kino und Disco in der Sporthalle. Bunte Arbeitsgemeinschaften von A bis Z, zu denen unter anderem Backen, Fußball, Origami, Tanzen, Wikinger-Schach, Yoga und viele mehr gehören, bieten genauso wie der Besuch der Feuerwehr oder ein Sportwettbewerb mit dem „GrunZ“ (Nachbarzeltlager des TSV Grundhof) kleine Highlights im „Lageralltag“.

Zeltlager-Feeling pur vermittelt auch das lagereigene, selbst gebaute Schwimmbecken mit Extra-Whirlpool, das schon gleich am ersten Tag aufgrund der Sommerhitze eingeweiht wurde. Die Dorfbewohner haben am KKL teil durch die fetzige Musik und die regelmäßigen Lautsprecherdurchsagen, die weithin zu hören sind, und bei der prächtigen Schlussparade durch die Gemeinde. Die Nachtruhe wird allerdings immer eingehalten, denn abends heißt es stets rechtzeitig „PiWaz“, was so viel heißt wie „Pischen, Waschen, Ab zu Bett!“ Eltern können die Erlebnisse ihrer Kinder zeitnah mit Hilfe des KKL-Tagebuches online verfolgen.

Das leibliche Wohl liegt in den erfahrenen Händen der zehnköpfigen „Hell’s-Kitchen-Crew“, die sich schon in den vergangenen Jahren bei der Versorgung der insgesamt rund 200 Lagerteilnehmer gute Noten „erkocht“ haben.

Auch auf krankheitsbedingte Notfälle ist man bestens vorbereitet. Mehr als die Hälfte der Betreuer haben erst kürzlich noch einen Erste-Hilfe-Kursus absolviert.

Zur Abschlussfeier des Zeltlagers wird es wohl wieder einige Abschiedstränen geben, und zum Trost bleibt da nur die Aussicht auf das KKL im nächsten Jahr.

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