Grosssolt : Feiern erlaubt – Tanzen verboten

Die ehemalige Mühle in Großsolt kann für Feste und Veranstaltungen genutzt werden.
Die ehemalige Mühle in Großsolt kann für Feste und Veranstaltungen genutzt werden.

Nach dem Umbau soll ehemaligen Bistofter Mühlengebäude zum Dorftreffpunkt werden. Die Gemeindevertretung beschloss jetzt eine Nutzungsordnung.

shz.de von
29. März 2017, 11:15 Uhr

Großsolt | Wer darf die Großsolter „Mühle der Begegnungen“ nutzen? Steht sie Vereinen zur Verfügung? Dürfen auch Einwohner die Räumlichkeiten nutzen? Als Antwort auf diese Fragen arbeitete der Jugend- und Sozialausschuss der Großsolter Gemeindevertretung eine Nutzungsordnung aus. Sie ist ab sofort gültig.

Der Umbau des ehemaligen Bistofter Mühlengebäudes und der Anbau einer Tagespflegeeinrichtung wurden im vergangenen Jahr mit erheblichen öffentlichen Mitteln gefördert. „Förderzweck war unter anderem das Schaffen eines Dorfmittelpunktes. Dabei spielt die Begegnungsstätte eine wichtige Rolle“, so Ausschuss-Mitglied Jens Johannsen. „Deshalb sind unsere Vereine und Organisationen mit ihren Sitzungen und Versammlungen eingeladen. Aber die Räumlichkeiten können auch von allen Großsoltern für private Anlässe gemietet werden.“ Nicht zulässig sind gewerbliche Produktpräsentationen und Veranstaltungen mit Tanz. „Eine standesamtliche Trauung mit anschließendem Umtrunk möchten wir gerne ermöglichen“, so Johannsen.

Die schicken Räumlichkeiten mit neuer Küche und alten Holztüren stehen für Bastel- und Singkreise ebenso offen wie für Kartenspiel-Nachmittage der Senioren aus der benachbarten Wohnanlage. Die von der Gemeindevertretung beschlossene Nutzungsordnung steckt die Rahmenbedingungen ab. Dazu zählt unter anderem eine Nutzungsgebühr.

„Wir wollen keinen Gewinn machen, haben jedoch Ausgaben für das Bereitstellen von Ausstattung“, so Ausschussmitglied Allan Loges. Es wurde vorerst eine Gebühr zwischen 50 und 100 Euro für Privatveranstaltungen festgelegt. Der eigentliche Zweck der „Mühle der Begegnungen“ sei jedoch, gemeinnützige Treffen mit sozialem oder kulturellem Hintergrund zu ermöglichen. „In diesem Fall kassiert die Gemeinde nicht.“ Die Kosten für die Endreinigung richten sich nach dem Aufwand. Für die pragmatische Regelung ist Allan Loges verantwortlich. Er koordiniert auch die Wunschtermine der Interessierten. Ausgebucht ist schon der 7. Mai, an diesem Sonntag fungiert die „Mühle der Begegnungen“ als Wahllokal.

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