Rausschmiss : FDP wirft Maul-Nielsen aus der Fraktion

Raus: Matthias Maul-Nielsen
Raus: Matthias Maul-Nielsen

Nachdem Matthias Maul-Nielsen im SUPA gegen die Anweisung von Fraktionschef Kay Richert agierte, flog er aus der Fraktion

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15. März 2014, 08:30 Uhr

In der FDP-Ratsfraktion rumort es. Die Fraktionsspitze hat mit sofortiger Wirkung das bürgerschaftliche Mitglied Matthias Maul-Nielsen aus der Fraktion ausgeschlossen. Kurzfristig hatte sie am Donnerstag einen Wechsel im Umwelt- und Planungsausschuss auf die Tagesordnung des Ratsversammlung gesetzt. Demnach ersetzt Kim Harder, bisher stellvertretendes Mitglied, den Unternehmensberater Maul-Nielsen.

Grund ist ein Zwischenfall aus der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschuss. Maul-Nielsen stellte dort einen Antrag der FDP zur Öffnung der Schleswiger Straße für mehr Einzelhandel vor (wir berichteten). Ziel des Antrags war, die rigiden Beschränkungen der Stadt bei der Neuvermietung einiger freier Gebäude und Grundstücke zu lockern.

Als Maul-Nielsen während der langen und engagierten Diskussion merkte, dass er die anderen Ausschussmitglieder nicht überzeugen konnte und sich keine Mehrheit für den Antrag abzeichnete, kündigte er an, den Antrag zurück zu ziehen. Das missfiel ganz offensichtlich den ebenfalls anwesenden FDP-Ratsherren Kay Richert und Christian Koch, die Maul-Nielsen unüberhörbar verbieten wollten, den Antrag zu kassieren. Vergebens – Maul-Nielsen zog den Antrag zurück und versprach, mit den Fachleuten der Verwaltung und Vertretern anderer Fraktionen in konstruktive Gespräche zur Verbesserung der Situation an der Schleswiger Straße einzusteigen. „Ein kluger Schritt und der übliche Weg“, sagte ein Ausschussmitglied.

Nachfolger ist Kim Harder, bisher stellvertretendes Mitglied. Harder trat jüngst als Sprecher der neuen IG Twedter Plack in Erscheinung, als er sich vehement gegen die städtische Planung für das Einkaufszentrum an der Ecke Fördestraße/Friedheim aussprach. Er ist Mitinhaber der Friedheim-Apotheke am Plack. Da das Thema von der Tagesordnung des Planungsausschusses genommen wurde, hat Harder jetzt die Möglichkeit, bei der nächsten Diskussion zur Plack-Planung als stimmberechtiges Mitglied selbst Einfluss zu nehmen.

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