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Wohnprojekt : Fast 100 Wohnungen für das Freiland

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine Projektgruppe nimmt Hürde im Planungsausschuss und lobt die Bebauungspläne, die einen verkehrsfreien Wohnbereich vorsehen.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 14:30 Uhr

Flensburg | Das Wohnprojekt Freiland zwischen Munketoft und Bahnhof soll nach vielen Jahren im Dornröschenschlaf nun Fahrt aufnehmen. Nachdem der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss am Dienstag den Planungsausschuss passiert hat, hofft Freiland-Planer Anders Christensen nun, im Frühjahr 2016 einen rechtskräftigen Bebauungsplan zu haben. Dann könnte noch im kommenden Jahr mit dem Bau begonnen werden, der im Vergleich zu den Ursprungsplanungen um zwei Gebäude geschrumpft ist: „Das bekommt jetzt endlich Tempo, wo die Rechtskraft des B-Plans in greifbare Nähe rückt.“

Nach dem Einstieg der Gewoba Nord und des Kita-Trägers Adelby1 sollen auf dem Gelände zwischen Pumpen Horn und Uni-Freilandlabor am Munketoft drei voneinander unabhängige Teilprojekte entstehen. Am nordwestlichen Ende, an das Firmengelände von Horn Tecalemit anschließend, plant die Schleswiger Gewoba Nord auf rund 3500 Quadratmetern in zwei dreigeschossigen Wohnungen mit Staffelgeschoss insgesamt 56 Genossenschaftswohnungen.

Im Zentrum des ursprünglichen Wohnprojekts plant die Projektgruppe Freiland mit Anders Christensen das sogenannte Atriumhaus mit 35 Wohnungen, rund die Hälfte davon im sozialen Mietwohnungsbau sowie je vier Wohnungen in zwei Stadthäusern. „Wir waren zwischenzeitlich schwer frustriert, sind jetzt aber begeistert von der Qualität des Bauplans.“

Faunistische Gutachten zu Zauneidechse & Co, schwierige Hangsituation und Erschließung am Munketoft-Aufstieg: Die Baugemeinschaft warte seit drei Jahren auf Baurecht, erinnert Christensen. Dritter Partner im Boot ist Kita-Träger Adelby1, der im Südteil des Geländes, einen Naturkindergarten eröffnen möchte.

Christensen ist besonders stolz darauf, dass man es geschafft habe, durch Stellplätze an der Erschließungsstraße und am Wendeplatz, den Autoverkehr komplett aus dem dann fast 100 Wohnungen umfassenden Gebiet herauszuhalten. Selbst für die künftigen Kita-Eltern sei der Weg von 60 Metern am Ende überschaubar, findet Christensen.

Zum Konzept des Atriumhauses im Wohnprojekt gehören zusätzlich bis zu fünf Gewerbeflächen, um soziale Konzepte umzusetzen. Christensen kann sich hier Seniorenwohngruppen, Wohnen mit jungen behinderten Menschen oder auch das Konzept eines Mehrgenerationenhauses vorstellen. Raum sieht Christensen auch noch für eine Heilpraktikerpraxis oder Ähnliches.

 

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