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Karstadt Flensburg : Fassade kracht zu Boden - Feuerwehr greift ein

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nach dem Abriss des Karstadt-Parkhauses fallen Teile der Kaufhaus-Fassade herunter. Das Abrissunternehmen ist nicht erreichbar. Die Feuerwehr reißt die Verkleidung kontrolliert ab.

Flensburg | Seit einigen Tagen sind die Abbrucharbeiten am ehemaligen Karstadt-Parkhaus in der Flensburger Innenstadt in vollem Gange. Auch am Samstag verrichteten die tonnenschweren Abbruchbagger bis in die Mittagstunden ihre Arbeiten an der Außenfront des mehrstöckigen Betongebäudes am Süderhofenden. Dann gingen die Arbeiter ins Wochenende.

„Gegen 16 Uhr wurde die Regionalleitstelle der Polizei in Harrislee über Notruf informiert, dass durch den Wind lange Stahlverkleidungen auf den Süderhofenden fallen würden“, erklärt ein Polizeibeamter, der sofort mit einem Streifenwagen und Kollegen von der Wache des Revier vor Ort nachsah.

In rund 25 Meter Höhe hatten sich durch auffrischenden Wind lange Metallverkleidungen an der Außenwand gelockert, mehrere Teile waren bereits abgestürzt. Die Polizei sperrte den gefährdeten Bereich ab.

Da die beauftragte Abbruchfirma trotz mehrfacher Anrufe nicht erreicht werden konnte, mussten Einsatzkräfte der Flensburger Berufsfeuerwehr die „kurzfristigen Abbrucharbeiten“ in luftiger Höhe fortführen. Die etwa zehn Meter langen Metallverkleidungen wurden von der Betonverkleidung gewaltsam gelöst und kontrolliert zu Boden geworfen.

„Bei weiterem Wind besteht eine Gefahr durch abfallende Teile für Anwohner und Fußgänger“, erklärt Feuerwehreinsatzleiter Marco Bayer. „Da die Baufirma nicht erreichbar ist, sind wir zum Handeln gezwungen.“

Nur durch Zufall wurde durch die Metallleisten weder ein parkendes Auto getroffen noch sind Personen zu Schaden gekommen. Der Feuerwehreinsatz wird für die beauftragte Abbruchfirma vermutlich ein kostenpflichtiges Nachspiel haben.

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erstellt am 19.Okt.2013 | 18:08 Uhr

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