Party-Stimmung in der Flens-Arena : Fans feiern die Neue Deutsche Welle

Nicht zu bremsen: Markus will immer noch Spaß – und das schon seit den 80er-Jahren.
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Nicht zu bremsen: Markus will immer noch Spaß – und das schon seit den 80er-Jahren.

1800 begeisterte Zuschauer strömen in die Flens-Arena und verwandeln die Halle in eine riesige Party-Zone.

shz.de von
20. Juli 2015, 12:10 Uhr

Das war Party pur! Am Freitag startete in der Flens-Arena eine lange musikalische Zeitreise in die Achtzigerjahre – und 1800 Fans feierten mit. Die Neue Deutsche Welle, kurz NDW, reißt die Zuschauer noch immer von den Sitzen.

Von der vielfarbig beleuchteten Bühne aus sieht Markus, ein Stern der Neuen Deutschen Welle, in „blutjunge Gesichter“. Und dann will er es wirklich wissen: Ist da noch jemand im Publikum, der die alten Hits erkennt und mitsingen kann? Keine Frage – die treuen Fans schwelgen sangesfreudig in alten Zeiten und Songs.

Die Musiker, die sich zu dieser ultimativen Musikshow, die einiges an Stehvermögen abforderte, zusammengefunden haben, bieten ihren Fans ein starkes Programm, wie etwa Geier Sturzflug: Sie haben immer noch die Power der alten Geier und nehmen die Steigerung des Bruttosozialproduktes, Nummer eins der Single-Verkaufcharts im Jahr 1982, auf die Schippe. „Besuchen sie Europa, solange es noch geht“ gehört zum bekannten Repertoire der Kultband und angesichts der aktuellen politischen Lage hat auch dieser Song nichts an Aktualität eingebüßt. In diesem Jahr veröffentlicht die Band das bereits zwölfte Album.

In ihren „Rock’n Roll Schuah“ tourt auch die bayrische „Spider Murphy Gang“ unentwegt durch die Lande und Gitarrist Barny Murphy begeistert mit dem Bandleader Günther Sigl in rockigen Einlagen das Publikum.

Bayrisch blieb es, als Frl. Menke im grünen Dirndl-Look das Publikum zum Jodeln animierte. Und tatsächlich, auch viele Norddeutsche lieben den Sound der hohen Berge und jodeln fröhlich mit.

Einer durfte in der Show natürlich nicht fehlen: Codos NDW-Ohrwurm, zu dem die Bühne in gleißendes Licht getaucht wurde. Drei futuristisch gekleidete Sängerinnen düsten, düsten und düsten im Sauseschritt mit der Botschaft der Liebe gegen den Hass.

Auch Hubert Kah, der viele Jahre krankheitsbedingt nicht auftreten konnte, fand den Weg zurück auf die Bühne und in den Sternenhimmel zu einer treuen Fangemeinde.

Unter wummernden Beats und Laserlichtgewitter feierten die begeisterten Besucher sechs Stunden den Hype der Neuen Deutschen Welle. Wie Thomas Jürgens aus Flensburg: „Hammergeiles Konzert“, schwärmte er, „und super Musiker.“









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