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Flensburger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 20:25 Uhr

Familienfest mit vielen Noten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Komik, Akrobatik und Musik-Experimente sorgten für Stimmung auf dem Südermarkt

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2014 | 10:26 Uhr

Spätestens, als George Nussbaumer mit satter Blues-Stimme „Amazing Grace“ anstimmt, ist nicht nur Moderator Holger Heitmann bewegt, sondern auch mancher Besucher des Bürgerfests zum Ausklang der Bürgerwette. Im Idealfall sollen die Zuhörer genauso ergriffen sein von dem „gewagten Experiment“ wie die Musiker selbst, hat Richard Wester zuvor gesagt.

Das, was der Saxofonist und sein musikalischer Partner Nussbaumer unter dem Titel „Der Ruf Gottes“ improvisieren, „soll ein Symbol sein für die Verbrüderung“ der Religionen, erläutert Wester. Während er getragene Melodien über den sonnigen Südermarkt schickt, bringt der Pianist und Sänger George Nussbaumer mit einem Keyboard in 30 Metern Höhe die Kirchenglocken von St. Nikolai zum Klingen. Tatsächlich müssen sich beide zunächst auf einander einhören, auf die Verzögerungen zwischen Anschlag und Ankunft der Töne einstellen. Nussbaumer gibt mit langen Noten und Pausen einen Rahmen vor, den Wester allein mit Saxofon auf der Bühne mit getragener Melodie füllt. Später wagen beide mehr, antworten einander musikalisch; das Publikum lauscht andächtig. Das Spiel mündet schließlich ins „reguläre“ Glockenspiel, das Nussbaumer nutzt, um vom Kirchturm hinab auf die Bühne zu steigen.

Dort geht es alsbald weniger kontemplativ, sondern geradeheraus Petuh zu – mit Tante Maaß und ihrer Freundin Martha. Die beiden Figuren, denen Hilke Rudolph und Nazli Süchting Sprache, Stimme und Charakter leihen, machen sich Gedanken darüber, wie die „verlorene“ Bürgerwette sanktioniert werden kann. Soll der Oberbürgermeister in die Förde springen? Fenster putzen? Bart wachsen lassen? Tante Maaß weiß natürlich, dass der OB längst einen Bart trägt und auch mit gut aussieht. Am wichtigsten aber ist das Fazit der beiden Klatschbasen – auf Petuh natürlich –, dass: „uns Bürgerfonds ja richtig was gewonnen hat“.

Tante Maaß und Martha haben es angedeutet von ihrem guten Ausguck: Die Jugendfeuerwehr stellt sich vor auf diesem Fest, aber auch AAK, DRK, Jugendtreff Exxe, das Kinder- und Jugendbüro mit dem Spielmobil und Jim’s Bar sind ansprechbar an Ständen. Die bosnische Tanzgruppe bekommt Szenenapplaus und Käpt’n Kümos Marching Band strahlende Gesichter. Es gibt Kaffee, Kuchen und Würstchen und duftet nach Popcorn. Die Sportpiraten haben ebenfalls einen Stand, stehen indes für Bewegung und vollführen daher hohe Sprünge mit tollkühnen BMX-Radlern auf dem Trottoir. Langen Atem beweisen die Mürwiker mit ihrer Stimmungsmusik. Erst recht die Partyrockband Pubforce, deren Coversongs von The Monkees und Men at Work sich perfekt zum Mitsingen eignen. Einfach mitmachen, ist die Botschaft. Ganz im Sinne des Bürgerfonds.

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