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Flensburger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 02:37 Uhr

Familiendrama vor Gericht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2014 | 17:55 Uhr

Obwohl in diesem Verfahren versuchter Totschlag angeklagt ist – vor der 1. Großen Strafkammer am Flensburger Landgericht geht es nicht um die Frage der Schuld, sondern um die Frage der Unterbringung. Der 21 Jahre alte Sohn des weit bis nach Skandinavien bekannten Flensburger Grenzhändlers Kay Uwe Jensen steht seit gestern vor Gericht. Im Streit soll der Sohn seinen Vater im Juni mit einem Feldstein fast erschlagen haben – auf Grund einer schweren geistigen und seelischen Behinderung sehr wahrscheinlich im Zustand der Schuldunfähigkeit.

Nach Angaben von Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt geht es vor der Kammer daher nicht um eine Gefängnisstrafe, sondern um die Anordnung einer Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung. Die Geschehnisse im Hause Jensen am 16. Juni dieses Jahres müssen aber – unter Zuhilfenahme etlicher Zeugen – wie in einem Strafverfahren aufgeklärt werden. Bei der Hauptverhandlung ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Jensens Sohn soll seinen Vater mit mehren Schlägen gegen den Schädel lebensgefährlich verletzt haben. Nachbarn, die den Kampf hinter dem Gartenzaun bemerkten, hatten die Polizei alarmiert. Jensen war in Dänemark und Schleswig-Holstein als „der“ Grenzhändler, bekannt und hatte in den 70er Jahren großen Anteil an der Altstadtsanierung, in der er bis zu seiner Insolvenz etliche Lokale besaß. Er ist inzwischen von seinen schweren Verletzungen weitgehend genesen.

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