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Trauer in Pattburg : Familie und Freunde gedenken der ermordeten Kamilla

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nun ist es traurige Gewissheit: Kamilla aus Pattburg ist tot. Doch schon vor dem offiziellen Obduktionsergebnis trafen sich Freunde und Familie zu einer Gedenkstunde. Unterdessen kam ihr Ex-Freund in U-Haft.

Pattburg|Klipleff | Lange bevor die Obduktion gestern Nachmittag eindeutig zeigte, dass es Kamilla Hantusch war, die Mittwochabend tot an der Autobahnabfahrt 73 bei Klipleff gefunden worden war, lud ihre Familie für gestern Abend zu einer Gedenkstunde auf den Sportplatz der Schule in Fröslee-Pattburg ein, wo die junge Mutter am 19. Juli verschwunden war. Danach sollte es im Konvoi zum Fundort der Leiche an der Autobahn bei Klipleff gehen. Den Angehörigen habe man laut Polizei eine Identifizierung der Leiche nicht zumuten wollen, da die Verwesung wegen der hohen Temperaturen seit dem Verschwinden der jungen Frau am 19. Juli weit vorangeschritten war.

Derweil hatte das Haftgericht in Sonderburg den früheren Freund des Opfers, den Vater ihrer kleinen Tochter, als Tatverdächtigen unter totalem Ausschluss der Öffentlichkeit für vier Wochen in U-Haft gesteckt. Die ersten zwei Wochen muss er in Isolationshaft verbringen. Anfang Juli hatte das Opfer mit dem Vater seines Kindes gebrochen. Wegen der doppelt verschlossenen Gerichtstüren erfährt die Öffentlichkeit noch nicht, wie der Ex-Freund der jungen Mutter aus Pattburg zum Tatverdacht steht. Er legte gegen die U-Haft aber keinen Einspruch ein.

Der 24-Jährige war in der Nacht zu gestern am Tøndervej in Apenrade festgenommen worden. Die Polizei beschuldigt ihn der Tötung. Details und ob es Mittäter geben könnte, wurden nicht bekannt. Der Verdächtige, der gebrochen dänisch spricht, wurde im Gericht von einem Dolmetscher begleitet. Er erschien in einer violetten Sweatjacke darunter Hemd, Jeanshose, barfüßig und in Badelatschen – alles eher zu groß. Nach dem Verlesen des Vorwurfs der Tötung wurden die rund 15 Medienvertreter wie erwartet nach draußen geschickt.

Weitere Details will die Polizei nämlich aus Rücksicht auf die weiteren Ermittlungen nicht veröffentlicht sehen. Die technischen Untersuchungen am Fundort der Leiche – Autobahnabfahrt 73 Richtung Flensburg bei Klipleff – liefen noch bis gestern Nachmittag. Erst da wurde die Abfahrt wieder für den Verkehr freigegeben.

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erstellt am 01.Aug.2014 | 07:01 Uhr

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