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Messerattacke in Flensburg-Klues : Fall Mert Can: Zweiter Verdächtiger verhaftet

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Mann soll sich mit Mert Can gestritten haben, bevor dieser getötet wurde. Auch die Tatwaffe wurde wohl gefunden.

Flensburg | Am Ostersonntag wurde der 20-jährige Mert Can aus Flensburg in seinem Haus erstochen. Am Mittwoch konnte in diesem Fall ein zweiter Beschuldigter verhaftet werden. Er sitzt jetzt im Untersuchungsgefängnis. Die Polizei fand außerdem die mutmaßliche Tatwaffe.

Der Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt. Die Trauer über den Tod reichte sogar bis Madrid - ins Stadion Bernabéu. Das Opfer war glühender Fan der Königlichen. Zur Beerdigung des 20-Jährigen kamen zahlreiche Trauernde, so dass die B199 von einem erhöhten Verkehrsaufkommen betroffen war.

Das Amtsgericht Flensburg hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen, nachdem die Ermittlungen der Mordkommission in den vergangenen Wochen einen dringenden Tatverdacht wegen Mittäterschaft an dem Tötungsdelikt vom Ostersonntag ergeben habe, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Zwischen dem 20-jährigen Beschuldigten und dem Opfer soll es in der Nacht zu Ostersonntag vor einer Diskothek zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein. Der Beschuldigte soll anschließend auch dabei gewesen sein, als das Opfer zu Hause aufgesucht wurde. Er war in Begleitung eines zweiten Mannes. Dieser Mann, ebenfalls ein 20-jähriger Flensburger, soll dann unvermittelt auf das Opfer eingestochen haben.

Beide mutmaßlichen Täter konnten zunächst flüchten, hatten sich jedoch noch am Sonntagmorgen der Polizei gestellt. Der mutmaßliche Messerstecher befindet sich bereits seit dem 17. April wegen Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft.

Die weiteren Ermittlungsergebnisse ergaben Hinweise darauf, dass der zweite Beschuldigte von den Messerstichen seines Mittäters nicht überrascht war. Die Staatsanwaltschaft legt ihm daher zur Last, die Tötung des Opfers zumindest billigend in Kauf genommen zu haben.

Zudem wurde bei den Ermittlungen aufgrund des Hinweises eines Zeugen am 16. Mai an der B 200 ein Messer gefunden, bei dem es sich um die Tatwaffe handeln könnte. Dieses wird derzeit beim Landeskriminalamt untersucht.

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erstellt am 18.Mai.2017 | 08:04 Uhr

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