zur Navigation springen

Schifffahrtsmuseum Flensburg : Exotisches und Buntes aus aller Welt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Markt der Kulturen im Schifffahrtsmuseum noch bis zum Sonntag geöffnet – und die Veranstalter hoffen auf mehr Publikumsinteresse

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2017 | 07:32 Uhr

Bunte Farben, Kunsthandwerk und ausgefallene Kleidung aus jeder Ecke der Welt – wie jedes Jahr ist der Markt der Kulturen im Schifffahrtsmuseum drei Tage lang ein optischer Genuss , und man kann die ausgefallensten Dinge erwerben.

Gestern wurde das Spektakel eröffnet – es läuft noch bis Sonntag. Von 10 bis 18 Uhr ist der Markt offen für Besucher: Von farbenfrohen afrikanischen Schüsseln bis zu fein geflochtenen Körben aus Sibirien reicht das Angebot. Und das alles selbstgemacht. Verkäufer aus aller Welt bieten ihre traditionell im Heimatland hergestellten Waren an und geben dem Käufer einen Einblick in den Prozess der Anfertigung. Die farbenfrohen Teller aus Nordafrika werden den Winter über in Marokko per Hand angefertigt und bemalt, bevor sie in Flensburg angeboten werden. „Ich mache das schon seit meiner Geburt“ erzählt der aus einer Töpferfamilie stammende Marokkaner Syedhom Salama, der vor zwei Wochen zurück nach Flensburg gekommen ist, um seine afrikanischen Schälchen in sämtlichen Farben und Größen zur Schau zu stellen.

Einfach ist die Herstellung nicht – und in Deutschland teilweise unmöglich: Japanische Schüsseln etwa werden mit einem seltenen, nur in Asien gewinnbaren Lack im Laufe eines langen Prozesses eingerieben, wodurch sie wasser- und hitzeresistent werden. Der aufwendige, althergebrachte Vorgang macht sich in der Qualität nachhaltig bemerkbar.

Fairer Handel der Produkte ist Grundlage des Kulturmarktes. Um jedes Ausstellungsstück wurde sich leidenschaftlich gekümmert, in jedem Gegenstand spiegelt sich die entsprechende Kultur wider. Die aus Baumrinde geflochtenen Körbe und Brotkästen aus Sibirien sind ein Paradebeispiel für detailgetreue Arbeit. Die Dosen werden nach traditionellem Muster von Hand gefertigt. Die Stecktechnik, die angewandt wird, macht es möglich, dass die Gefäße fast ohne Zusätze, wie zum Beispiel Leim, auskommen. Dabei bleibt die Stabilität jahrzehntelang erhalten. Auch Liebhaber von Recycleschmuck- und Spielzeug aus Ghana, brasilianischer Kunst aus Fischschuppen oder bunten Klamotten und Parfums aus Asien und Afrika werden hier fündig. Die ganze Vielfalt erstreckt sich über zwei Stockwerke – der Eintritt beträgt drei Euro, Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren müssen nichts zahlen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen