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Pläne für Wohnquartier : Exklusives Wohnen am Wasserturm

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Konsortium aus drei Unternehmen möchte bis Ende 2016 am Rande des Volksparks in Flensburg 165 Wohneinheiten realisieren.

Sie planen den großen Wurf. Es ist weder 08/15 noch etwas für den kleinen Geldbeutel, was der Selbsthilfe-Bauverein, die Firmen Höft und Bauplan Nord sowie die Architekten Asmussen & Partner am Wasserturm planen. Bis Ende 2016 soll hier ein kleines feines Wohnquartier entstehen, das trotz einer gewissen Vielfalt bei den Wohnformen ein einheitliches, hochwertiges Gesicht bekommt. Gestern beschloss der Planungsausschuss den entsprechenden Bebauungsplan als Satzung.

Die Vielfalt: Hier wird es die 60-Quadratmeter-Mietwohnung beim SBV geben, allerdings für neun Euro Kaltmiete. Hier gibt es aber auch das Einfamilienhaus auf dem 1100 Quadratmeter großen Grundstück mit Hanglage oder das 180-Quadratmeter große Penthouse im obersten Geschoss eines Mehrfamilienhauses.

Die Einheitlichkeit: „Alle Häuser werden wie in einer Parkanlage stehen“, erklärt Architekt Axel Waltje. Es wird keine Zäune geben, stattdessen Hecken und einen künstlichen Wasserlauf, der parallel zur Erschließungsstraße vom Wasserturm zum Regenrückhaltebecken an der tiefsten Stelle laufen wird. Westlich davon entstehen Einfamilien- und Doppelhäuser sowie vier Gebäude mit Eigentumswohnungen, östlich davon die bis zu viergeschossige Bebauung mit Miet- und Eigentumswohnungen. Die Häuser sind geprägt durch klare Formen sowie Verblendmauerwerk in Gelbtönen; auch Fassadenplatten sollen Verwendung finden, sagte Thorsten Koch (Bauplan Nord). Die Eigentumswohnungen erhalten Tiefgaragen.

Angesichts der Vorgeschichte ist die geplante Bauzeit zumindest „sportlich“, wie es SBV-Chef Raimund Dankowski ausdrückte. Seit Jahren plant die Stadt in der nordöstlichen Ecke des Volkspark-Tableaus ein innenstadtnahes, hochwertiges Baugebiet in Flächen sparender Bauweise. Das Ergebnis eines aufwendigen Architektenwettbewerbs konnte nicht realisiert werden, weil sich kein Investor für die Umsetzung fand. Zuletzt wurde jedoch – auch auf Seiten der Stadt – das Tempo deutlich forciert und soll jetzt bis zur Fertigstellung hoch gehalten werden.

Die Investoren sind sich sicher, dass sich für die hier angebotenen Wohnformen ausreichend Nachfrage in Flensburg findet. Die Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser liegen im Durchschnitt bei 3000 Euro pro Quadratmeter – deutlich über dem sonst üblichen Niveau in der Stadt. Und dabei muss der künftige Hausbesitzer auf Selbstverwirklichung durch die Wahl farbiger Dachziegel, seltsam angeordneter Fenster und Friesenwälle vor dem Haus verzichten. Der Bebauungsplan wird da enge Grenzen setzen – im Sinne einer städtebaulichen Qualität, die ebenso auf Ästhetik wie auf Kommunikation der künftigen Bewohner untereinander setzt.

165 Wohneinheiten sind im Schatten des Wasserturms geplant: 80 Eigentums-, 73 Mietwohnungen sowie zwölf Einfamilien- und Doppelhäuser. „Das ist ein weiterer Schritt in Richtung exklusives Wohnen“, sagte Dankowski gestern bei der Vorstellung des Projekts. Man werde die Mietwohnungen, die ohne öffentliche Mittel finanziert werden, hochwertig ausstatten.

Selten wurde in Flensburg ein komplettes Wohnquartier in einer einheitlichen architektonischen Formensprache errichtet. Auch Hermann Höft und Architekt Axel Waltje fielen nur der Marienhof auf der westlichen Höhe und der Parkhof an der Swinemünder Straße ein.

 

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erstellt am 02.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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