Flensburg : Ex-Notarin zu Haftstrafe wegen gewerbsmäßiger Untreue verurteilt

Sie soll Mandantengelder für sich genutzt haben. Die Schadenssumme liegt bei 1,3 Millionen Euro. Die Juristin bekam auch ein Berufsverbot.

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27. Juli 2016, 12:36 Uhr

Flensburg | Das Landgericht Flensburg hat gegen eine Juristin wegen gewerbsmäßiger Untreue eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verhängt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die ehemalige Notarin Mandantengelder für sich verbraucht hat.

Die gesamte Schadenssumme betrug nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Mittwoch knapp 1,3 Millionen Euro. Davon habe die heute 54-Jährige rund 900.000 Euro für eigene Zwecke ausgegeben. Die Frau sei auch als Testamentsverwalterin tätig gewesen.

Das noch nicht rechtskräftige Urteil fiel bereits in der vergangenen Woche. Die Strafkammer belegte die Juristin auch noch mit einem Berufsverbot von fünf Jahren. Ihr war gewerbsmäßige Untreue in zuletzt noch 23 Fällen vorgeworfen worden. Die Frau habe mit ihrem Vorgehen Mandanten in große persönliche und wirtschaftliche Not gebracht, hieß es.

Die Taten, die im Zusammenhang mit ihrer Berufstätigkeit standen, seien in den Jahren 2008 bis 2013 begangen worden. Angesichts des verhängten Berufsverbots dürfte eine Schadenswiedergutmachung schwierig werden, erklärte die Staatsanwaltschaft.

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