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Personalnot : Evangelischer Kindergarten überlaufen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Sozialausschuss sprach sich für eine Erhöhung der Personalkosten im evangelischen Kindergarten Glücksburg aus. Grund sind gestiegene Kinderzahlen.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2014 | 11:31 Uhr

Der evangelische Kindergarten in Glücksburg platzt aus allen Nähten. Vor dem Sozialausschuss sagte seine Leiterin Ihnes Erichsen: „Wir sind bis 2016 voll belegt. In den Regelgruppen haben wir inzwischen über 20 Kinder.“ Das sei mit dem Personal nicht mehr zu leisten. „Wir müssen Stunden dazubekommen“, forderte Erichsen.

Derzeit betreuen zwölf pädagogische Mitarbeiter 81 Kinder. Jeweils zehn Kinder füllen die zwei Krippengruppen, 18 Kinder gehören der Gruppe Wackelzahn an – sie ist in der Schule untergebracht – 43 Kinder verteilen sich auf zwei Regelgruppen. Weitere Kinder sind für Anfang 2015 angemeldet.

Acht Erzieher übernehmen die Nachmittagsbetreuung. Morgens und mittags, von 7 bis 8 und 13 bis 14 Uhr, kümmern sich sozialpädagogische Assistenten um den Nachwuchs. Da eine Person nicht mehr als fünf Kinder betreuen darf, wie Erichsen erklärte, käme es vor allem morgens zu Engpässen, wenn teilweise bis zu zehn Kinder da seien. „Wir machen mittlerweile Überstunden, und mit der Praktikantin kommen wir im Moment zurecht.“ Es dürfe aber nur eine Übergangszeit sein. „Sonst verlieren wir die Betriebserlaubnis.“ Die bisherige Kernzeit für mindestens drei Jahre alte Kinder gilt von 8 bis 12 Uhr, in der Krippe bis 13 Uhr.

Erichsen hat nachgerechnet und fordert von der Stadt acht zusätzliche Wochenstunden für eine Erzieherin und zehn Wochenstunden für eine Sozialpädagogische Assistenz. Die Mitarbeiter seien bereit, mehr zu arbeiten und die Praktikantin, die im kommenden Jahr ihre Ausbildung abschließe, habe Interesse zu bleiben. Sie dürfe schon jetzt als Sozialpädagogische Assistentin eingesetzt werden.

Zusätzlich hofft Erichsen, eine Kraft für ein Freiwilliges Soziales Jahres gewinnen zu können. Anfragen habe es gegeben, doch zu früh. „Denen musste ich vor dem Sommer erst einmal absagen“, sagte Erichsen auf Nachfrage. Mindestens 454 Euro erhält ein FSJler vom Kindergartenträger.

Für den erhöhten Bedarf rechnet die Stadt insgesamt mit monatlichen Mehrkosten in Höhe von 1600 Euro. Eine Deckung sei durch die Erstattung des Kirchenkreises für 2014 mit rund 28 500 Euro gegeben, teilte die Stadtverwaltung mit. Der erhöhte Personalbedarf koste die Stadt jährlich rund 19 100 Euro. Der Sozialausschuss stimmte der Erhöhung der Personalkosten einstimmig zu.

Der Kindergarten des ADS-Grenzfriedensbunds auf dem Bremsberg verfügt im Moment über sieben freie Plätze. Seine Leiterin Eike Kutz weiß aber schon jetzt, dass fünf der Plätze im Februar bereits wieder besetzt sein werden.

 

 

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