Es wird eng in der Stadt

shz.de von
16. Mai 2013, 03:59 Uhr

Langsam wird es ernst mit dem Wachstum der Stadt. In Mürwik soll ein freies Gelände mit sieben Mehrfamilienhäusern bebaut werden, davon sind zwei sechsstöckig. Kein Wunder, dass die Nachbarn wenig begeistert sind, zumal bis 2012 von Reihen- oder Doppelhäusern die Rede war. Und jetzt 190 Wohnungen! Doch das ist der Trend hin zu 100 000 Einwohnern. Mit anderen Worten: Es wird eng in der Stadt, die Bürger werden zusammen rücken müssen, wenn man nicht die Grünflächen in den Außenbezirken zubauen will. Es fiel auf, wie still es im Planungsausschuss blieb, als Anwohner lautstark Protest äußerten. Die Politiker müssen jetzt Farbe bekennen, ob sie das Binnenwachstum mit der mehrgeschossigen Bebauung in gewachsenen Gebieten den Bürgern wirklich zumuten wollen. Und sie müssen den Bürgern erklären, warum das Wachstum der Stadt letztlich allen nützt - auch denen in den Einfamilienhäusern. Ein gern kolportierter Vorwurf zieht diesmal allerdings nicht: Es sind nicht "die üblichen Verdächtigen", die hier investieren wollen, sondern eher die Würstchen vom Lande. Der Investor Woba kommt aus Bök lund.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen