Tarp : „Es lässt sich hier hervorragend leben“

Mit ihrer Darbietung trug die Bauchtanzgruppe des Tanzsportzentrums Tarp zur Unterhaltung beim Neujahresempfang bei.
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Mit ihrer Darbietung trug die Bauchtanzgruppe des Tanzsportzentrums Tarp zur Unterhaltung beim Neujahresempfang bei.

Tarps Bürgermeister Peter Hopfstock warb beim Neujahresempfang vor 400 Gästen für das Engagement im Ehrenamt.

shz.de von
16. Januar 2018, 13:06 Uhr

Der jetzt bereits neunte zivile Neujahrsempfang der Gemeinde Tarp lockte erneut etwa 400 Bürger in den Landgasthof. Dieser Treffpunkt, bei dem Peter Hopfstock das vergangene Jahr Revue passieren lässt und einen Ausblick in die Zukunft wagt, nutzt er zugleich, um mit den Bürgern in Kontakt zu treten. „Wir sind für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Es lässt sich hier hervorragend leben und ich bin überzeugt, dass wir mit unseren Nachbargemeinden gemeinsam diese Region lebenswert erhalten und ein gesundes Miteinander leben“, sagte Hopfstock.

Das Unterzentrum Tarp habe einen Versorgungsauftrag für etwa 22 000 Menschen. Tarp selbst steuere mit großen Schritten in Richtung 6000 Einwohner. 11,2 Millionen Euro an Steuern seien im vergangenen Jahr eingenommen worden, 521 000 Euro mehr als als vorher geplant. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer lagen bei 7,97 Millionen Euro. Dem stehen unter anderem Ausgaben für die Dachsanierung im Freizeitbad, die Erschließung des vierten und fünften Bauabschnittes im Schellenpark und die Erweiterung des Gewerbegebietes gegenüber.

Bei den regelmäßig im ersten Quartal stattfindenden Jahresversammlungen der örtlichen Vereine hat der Bürgermeister festgestellt, dass es häufig Probleme bei der Nachbesetzung von Vorstandposten gibt. „Wir brauchen im Ehrenamt sicherlich viele Indianer – aber auch ein paar Häuptlinge, sonst funktioniert es nicht“, sagte Hopfstock.

Im Ausblick verwies der Bürgermeister auf zahlreiche positive Aspekte: Im Schellenpark V stünden 74 Grundstücke zum Verkauf und es werde ein Ortsentwicklungskonzept in Auftrag gegeben. An der Schule werde ein rund drei Millionen teurer Kindergarten mit sechs Gruppen errichtet, der mit eigenen Mitteln finanziert wird. Weiter werde das Ökokonto weiter aufgewertet und die Gemeinde wolle ein Facharztzentrum, das bereits seit Jahren auf der Agenda steht, einrichten.

Zahlreiche Gruppen und einzelne Bürger zeigten beim Empfang mit musikalischen oder sportlichen Aufführungen, was in ihnen steckt, darunter die Trommelimprovisation der Klasse 4a von der Alexander-Behm-Schule, der Kinderchor der Kreismusikschule, der Schlagzeuger Zacharias, die Cheerleader der TSV Tarp, die Bauchtanzgruppe vom Tanzsportzentrum Tarp und der Shantychor „Die Treeneschipper“. Extra aus Niedersachsen angereist war der ehemalige Tarper Schüler Pedros Chalkiadakis, der mit seinem Gitarrenspiel begeisterte.

Als verdiente Bürger wurden Elisabeth Marx und Günter „Winky“ Will geehrt. Sie haben sich seit dem Jahr 2000 im Seniorenbeirat um die Belange der älteren Menschen gekümmert. Jetzt werden beide ausscheiden. Es werden dringend Nachfolger gesucht.

Zum Schluss dankte Hopfstock allen ehrenamtlich Tätigen – verbunden mit dem Wunsch, dass sich die Bürger engagieren. Auch die Politik habe Nachwuchsprobleme, so Hopfstock. „Kommt doch mal zu Sitzungen“, appellierte der Bürgermeisters.

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