zur Navigation springen

Bach-Chor singt Händel : Erstmals in Flensburg: „Alexander’s Feast“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Matthias Janz hat ein heute kaum noch aufgeführtes Werk des Barockmeisters ausgegraben

Man sollte denken, dass der Flensburger Bach-Chor unter Matthias Janz das Repertoire des großen Barockmeister Georg Friedrich Händel auch jenseits des „Messiah“ erkundet und aufgeführt hat. Hat er auch – mit einer Ausnahme: „Alexander’s Feast“, 1736 in London uraufgeführt, ist nach Janz’ Recherchen noch nie in Flensburg aufgeführt worden. Am Sonntag, 9. Juli, ist es soweit: Dann lernt das Publikum dieses weltliche Oratorium kennen – erweitert und versüßt durch den Klassiker der „Wassermusik“ (Suite Nr. 2).

„Alexander’s Feast“ hat den Untertitel „The Power of Music“. Grundlage ist eine Ode des berühmten englischen Romantik-Dichters John Dryden. Nachdem Alexander der Große im Jahr 330 v. Chr. – drei Jahre nach Issus! – die Perser unter Darius vernichtend geschlagen hatte, gab er ein großes Fest. Dabei trat auch der Sänger Timotheus auf, pries den siegreichen Herrscher, gemahnte aber auch an die zerstörerische Kraft des Krieges und stellte die wahrhaft göttliche Gabe der Liebe daneben. Und die verzaubernde Kraft der Musik! Mehrere berühmte Maler haben das Fest in Gemälden festgehalten.

Das Werk war in London ein echter Renner, allein der Meister selbst hat es 25 mal dirigiert. „Es war damals neben dem Messiah Händels populärstes Werk.“ Später haben es von Weber, Mendelssohn und sogar Brahms dirigiert. Doch im 20. Jahrhundert geriet es in Vergessenheit. Der Bach-Chor singt es in St. Marien zusammen mit drei Solisten; den Orchesterpart steuert das Concerto Farinelli bei. Karten im sh:z-Ticketcenter.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 01.Jul.2017 | 12:33 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen